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Alt 11.06.2021, 15:57   #7601
Lars Vegas
Kirmesschlosser
 
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Zitat:
Allerdings sehe ich die Tatsache, daß China als einziges verbliebenes Land noch auf die Bremse treten kann als Zeichen der Stärke was das langfristige Wachstumspotenzial betrifft. Hier liegen die Öffnung der Geldschleusen noch vor uns. Daher bleibe ich bei meiner deutlichen China Übergewichtung.
Andreas Beck zur Labor-These: So stürzt China die Märkte ins Chaos // Mission Money
https://www.youtube.com/watch?v=xk1AVH6ZTRE
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Alt 12.06.2021, 09:43   #7602
Ratte im Labyrinth
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Jedes Wochenende das gleiche - unsere neue Weltreservewährung nebst Artgenossen. Digitales Gold, ein echter Wertspeicher sozusagen. Nur leider irgendwie nicht am Wochenende...

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Alt 13.06.2021, 13:22   #7603
SharkRider
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Zitat:
Zitat von Ratte im Labyrinth Beitrag anzeigen
Klingt ja spontan auch wahnsinnig verlockend, aber:

Andererseits, alles verständlich, schliesslich scheint die entsprechende politische Präferenz ja durchaus lebensverlängernd zu wirken - die regionale Lebenserwartung in US richtet sich jedenfalls verdächtig deutlich nach der election map.
Denke die durchschnittliche Lebenserwartung korreliert hauptsächlich mit dem Median Einkommen. Dazu gibt es auch Studien. Auch der Karte passt das genauso:

https://www.census.gov/library/visua...ld-income.html

Warum decken sich nun zufällig Lebenserwartung mit Politischer Einstellungen? Logisch, die reichen Küstenstaaten wählen traditionell die Demokraten, die ärmeren States auf dem Land eher die Republikaner.
Man könnte also auch daraus schließen, das die eine Partei Politik für das eine Klientel macht, die andere Partei für das andere Klientel.

Ist bei uns ja auch nicht viel anders. E.g. gewisse Parteien liegen insbesondere in teuren Städten wie München und Hamburg vorn, auf dem armen Land und im Osten liegen andere Parteien vorn.

Aber kommen wir zurück zur Börse. Was denkt Ihr, wo geht die Reise die nächsten 2-3 Jahre hin?

Ich erwarte weiter steigende Kurse aufgrund guter Wirtschaftsentwicklung und der anhaltenden Konsumgüter Inflation. Die Produktion wird teurer werden (CO2 Steuer, höherer Mindestlohn). Auch die Baukosten und Mieten werden weiter steigen. Alles führt erstmal zu steigenden Preisen.

Manche Branchen werden von den CO2 Steuern und weiteren sinnfreien Klimamaßnahmen enorm geschädigt und schließlich komplett ins Ausland abwandern. Kein Problem, importieren wir halt. Das Ausland freut sich über Jobs.

Über zusätzliche Steuern und Erhöhung der bestehenden Steuern wird der Bürger maximal ausgepresst, um die Klimaideologie zu finanzieren. Die Investition in Aktien wird für deutsche Steuerzahler unrentabel gemacht; die Investoren sitzen ja heute schon oft im Ausland. Und irgendwer muss ja alles bezahlen.
Der aktuell hohe Lebensstandard wird sinken. Die Arbeitslosigkeit eher steigen.
Es wird weiter EZB Geld gedruckt.

Irgendwie bin ich froh, das ich aktuell keine Immobilie abbezahlen muss. So bleibt noch die Möglichkeit, sich ein anderes Land als Heimat zu suchen.
Ernsthafte Vorschläge mit guten Kitespots und fairem Steuersystem für Leistungsträger sind gern gesehen.
Blöd das man in den USA nur 10 Tage Urlaub hat.
So ein Haus am Strand das wäre was
SharkRider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2021, 07:22   #7604
Ratte im Labyrinth
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Zitat:
Zitat von SharkRider Beitrag anzeigen
Ernsthafte Vorschläge mit guten Kitespots und fairem Steuersystem für Leistungsträger sind gern gesehen.
Ab einem gewissen Einkommen muss man gar nicht lange suchen - Italien.
Da kannst du als Ausländer, der vorher in Italien noch keinen Wohnsitz hatte, eine Pauschalbesteuerung von €100.000 p.a. wählen und das wars dann. Das Einkommen muss allerdings aus dem Ausland kommen.

https://www.gspeo.com/de/themen/pauschalsteuer-65.html

Absurd, was für einen Steuerwettbewerb wir uns innerhalb der EU leisten.

Aber solange in D EkSt-Grenzsteuersatz (inkl. SolZ natürlich) unter 50% bleibt, Kapitalertragsbesteuerung etwa so bleibt wie sie ist und keine Substanzsteuer kommt, ist doch eigentlich alles gut an dieser Front. Ausser der bekloppten Verlustverrechnungsbeschränkung für Derivate von Hr. Scholz natürlich...


Geändert von Ratte im Labyrinth (14.06.2021 um 13:22 Uhr)
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Alt 14.06.2021, 16:48   #7605
Lars Vegas
Kirmesschlosser
 
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Amüsant und sehenswert: Vor fast 40 Jahren und aktuell wie nur noch so einer...
https://www.youtube.com/watch?v=5kH_1xBc2QE
(ab Minute 7)
Lars Vegas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2021, 21:41   #7606
SharkRider
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Zitat:
Zitat von Ratte im Labyrinth Beitrag anzeigen
Ab einem gewissen Einkommen muss man gar nicht lange suchen - Italien.
Da kannst du als Ausländer, der vorher in Italien noch keinen Wohnsitz hatte, eine Pauschalbesteuerung von €100.000 p.a. wählen und das wars dann. Das Einkommen muss allerdings aus dem Ausland kommen.

https://www.gspeo.com/de/themen/pauschalsteuer-65.html
Interessant; ich wusste nicht, das es so etwas in der EU offiziell gibt. Insbesondere Italien, das ja nicht gerade als Steueroase gilt. Aber überraschen tut es mich auch nicht - man ist wohl froh, dass die Mafia überhaupt Steuern zahlt
Bestätigt letztlich nur, dass eine Vermögenssteuer mit Sicherheit nicht die 500 reichsten Deutschen zum Ziel haben wird; andernfalls sind das demnächst die 500 reichsten Italiener

Für meine Verhältnisse/Situation leider komplett uninteressant.


Zitat:
Zitat von Ratte im Labyrinth Beitrag anzeigen

Aber solange in D EkSt-Grenzsteuersatz (inkl. SolZ natürlich) unter 50% bleibt, Kapitalertragsbesteuerung etwa so bleibt wie sie ist und keine Substanzsteuer kommt, ist doch eigentlich alles gut an dieser Front.
Als Familie mit Ehegatten Splitting ist die Einkommensteuer sicher in Ordnung. Als Single Steuerklasse I wird es schnell teuer. Den Soli hat man ja auch nicht komplett abgeschafft.

Ich vermute allerdings, dass die Steuerlast der Mittelschicht eher steigen wird. Nicht nur durch die Inflation und kalte Progression - sondern durch Gesetzesänderungen:

Zum einen hat man ja in dem verlinkten Artikel der Süddeutschen die Aktionäre zum Ziel erklärt. Zwar im Zusammenhang mit Vermögenssteuern- mich würden höhere Kapitalertragssteuer und/oder Finanztransaktionssteuern allerdings auch nicht überraschen. Zum anderen wird ja überall geschrieben, wie viele Mrd. uns der Kampf gegen den Klimawandel kosten wird. Wenn die Budget Planung nur halb so gut ist wie für den BER, kannst Du die veranschlagten Kosten mit 3 multiplizieren.

'Uns kosten' bedeutet frei übersetzt aus dem Politiker-Slang eigentlich immer den Steuerzahler kosten. Da wir ja bereits wissen, dass bei wirklich reichen Personen nichts zu holen ist (Kaptial ist zu erst weg), wird es die Leistungsträger in der Mittelschicht treffen. Also die, die sich jede Woche > 40 Stunden arbeiten und auf ihr Einkommen ordentlich Steuern zahlen.

Letztlich sind trotz all der geplanten Steuererhöhungen Aktien m.E. dennoch das Mittel der Wahl. Denn die Mrd. gegen den Klimawandel bleiben ja im Wirtschaftskreislauf. Landen also zwangsläufig früher oder später bei der einen oder anderen Firma als Umsatz. Als Aktionär bekommt man also wenigstens einen Teil seiner Ausgaben als Dividende zurück.

Mit den BMW Aktien und der Prämie für E-Autos hat das zumindest bisher ganz gut funktioniert.
SharkRider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 07:12   #7607
Ratte im Labyrinth
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Hoffentlich hat niemand mit Curevac gezockt:

Impfstoff von CureVac verfehlt Wirksamkeitsziel
https://www.zeit.de/wissen/2021-06/c....google.com%2F
NASDAQ | Post-Market: $50.45-44.34 (-46.78%)7:44 PM

Dazu vom 26.03.:
Zitat:
Curevac: muss passen – ohne Insider-Wissen fast unmöglich eine „base line“ in die Bewertung einzuziehen, aufgrund des extrem aggressiven erwarteten Wachstums: Umsatz 67m US$ (2020) => 1.722m US$ (2021), Gewinnerwartung von deutlich negativ auf stark positiv. Die haben übrigens weder Finanzberichte noch SEC Filings auf ihrer webpage (obwohl börsennotiert)…
Geht aber noch schlimmer - irgendein ShitCoin ist tatsächlich innerhalb von 24h auf null gefallen (!). Kann mich aber nicht motivieren, herauszufinden wie und warum:

TITAN TOKEN GOES FROM $60 TO $0 IN 24HRS
https://twitter.com/investingcom/sta...64642759811072

"Averaging down works. Until it doesn’t."

Die gute Nachricht: Kryptos scheinen generell eine starke Unterstützung an der Nullline zu haben. Sie werden also immerhin nicht negativ werden (wie Öl letztes Jahr mal)...

***

Nicht ganz unerwartet, war gestern Abend dennoch gut für kurzfristig -250pt im Nasdaq bis der Markt festgestellt hat, dass es eben nicht ganz unerwartet war...

Fed signals higher rates in 2023, bond-buying taper talks as virus fades
https://www.reuters.com/world/us/fed...te-2021-06-16/


Geändert von Ratte im Labyrinth (Gestern um 12:17 Uhr)
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Alt Gestern, 14:05   #7608
901red
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wie interpretierst du diesen Satz:


Signaling that broad changes in policy may happen sooner than expected, U.S. central bank officials moved their first projected rate increases from 2024 into 2023, with 13 of 18 policymakers foreseeing a "liftoff" in borrowing costs that year and 11 seeing two quarter-percentage-point rate increases.



Was ist mit broad changes gemeint?
901red ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 14:28   #7609
Ratte im Labyrinth
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Zitat:
Zitat von 901red Beitrag anzeigen
Was ist mit broad changes gemeint?
Ja, das klingt in der Tat etwas kryptisch. Denke, das heisst lediglich, dass die Erwartung ist, dass die Fed ihre derzeitige Politik, die Inflation erstmal laufen zu lassen, früher ändern könnte als zuvor angenommen. Dazu gehören zwei Dinge;
  1. Erhöhungen des Leitzinses (womit sich obiger Satz im weiteren Verlauf beschäftigt), und
  2. Zurückfahren des Anleihenkaufprogrammes, für das die Fed momentan (und vorläufig weiter) die bescheidene Summe von monatlich US$120 Milliarden aufwendet. Ein solches Zurückfahren sollte ebenfalls zinserhöhend wirken, da die Nachfrage für (Staats-)anleihen damit sinkt und somit deren Kurse. Sinkende Anleihenkurse = höhere Zinsen.

Fed Chair Jerome Powell, who spoke to reporters after the release of the central bank's latest policy statement and economic projections, said there had also been initial discussions about when to pull back on the Fed's $120 billion in monthly bond purchases, a conversation that would be completed in coming months as the economy continues to heal.


Entsprechend sind auch direkt nach der Veranstaltung gestern die US-Zinsen merklich angesprungen (und Aktien runter).

In diesem Umfeld ist es übrigens wirklich fraglich, ob Gold ein brauchbarer Inflationsschutz ist. Denke das wäre nur dann der Fall, wenn (wie ShortSqueeze öfter mal geschrieben hat) der Spielraum für Zinserhöhungen im Gleichschritt mit anziehender Inflation in der Tat sehr begrenzt sein sollte. Falls die Zinsen doch stärker hochlaufen sollten, würde das wohl nichts Gutes für Gold bedeuten.
Wie man unten sieht, hängt der Goldpreis nämlich einfach sehr stark (invers) an der Realverzinsung (= Zinsen von 10J-US-Staatsanleihen minus Inflationsrate). Das ist mit Sicherheit auch die Hauptursache für den kleinen Goldcrash in den letzten Tagen.


(Die orange Kurve hier ist ein inverser Proxy für Realverzinsung, nämlich ein Basket von inflationsindexierten US-Staatsanleihen -"TIPs"). Gold ist blau.


Geändert von Ratte im Labyrinth (Gestern um 14:37 Uhr)
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Alt Gestern, 16:22   #7610
ShortSqueeze
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Zitat:
Zitat von Ratte im Labyrinth Beitrag anzeigen
Fed Chair Jerome Powell, who spoke to reporters after the release of the central bank's latest policy statement and economic projections, said there had also been initial discussions about when to pull back on the Fed's $120 billion in monthly bond purchases, a conversation that would be completed in coming months as the economy continues to heal.[/I]

Entsprechend sind auch direkt nach der Veranstaltung gestern die US-Zinsen merklich angesprungen (und Aktien runter).

In diesem Umfeld ist es übrigens wirklich fraglich, ob Gold ein brauchbarer Inflationsschutz ist. Denke das wäre nur dann der Fall, wenn (wie ShortSqueeze öfter mal geschrieben hat) der Spielraum für Zinserhöhungen im Gleichschritt mit anziehender Inflation in der Tat sehr begrenzt sein sollte.
für mich ist das Gerede von der Zinsnormalisierung ein Potemkinsches Dorf.
Eine komplette Illusion.
Das letzte Land was aktuell noch Spielraum bei den Zinsen hat ist China und der schwindet auch.
Es ist eine Fehleinschätzung der Märkte, die aber durchaus noch weiter laufen kann und Gold noch erheblich weiter unter Druck bringen kann.
Langfristig wird sich dieser Denkfehler aber zeigen, die nächste Delle in die die Konjunktur kommen wird wird endgültig den Weg in never ending QE aufzeigen, daher ist die aktuelle Zinserhöhungsphantasie die letzte in der Geschichte der aktuellen Währungen.
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Alt Gestern, 16:36   #7611
901red
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DIe Herren, danke für eure Einschätzung.
Viele Grüße
O.
901red ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 22:24   #7612
Ratte im Labyrinth
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Zitat:
Zitat von ShortSqueeze Beitrag anzeigen
für mich ist das Gerede von der Zinsnormalisierung ein Potemkinsches Dorf.
Eine komplette Illusion.
Das letzte Land was aktuell noch Spielraum bei den Zinsen hat ist China und der schwindet auch.
Es ist eine Fehleinschätzung der Märkte, die aber durchaus noch weiter laufen kann und Gold noch erheblich weiter unter Druck bringen kann.
Langfristig wird sich dieser Denkfehler aber zeigen, die nächste Delle in die die Konjunktur kommen wird wird endgültig den Weg in never ending QE aufzeigen, daher ist die aktuelle Zinserhöhungsphantasie die letzte in der Geschichte der aktuellen Währungen.
Ja, denke ich auch, aber das entscheidende Wort ist „langfristig“.
Bis dahin müssen wir nämlich schon vorsichtig sein: auf Sicht der nächsten [1-3] Jahre können die Realzinsen m.E. ohne Weiteres nochmal 2% oder mehr ansteigen - und Gold dann entsprechend wieder Richtung <US$1500 (?) schicken. Warum?
  • Die Fed wird ziemlich sicher tatsächlich „tapern“, die EZB vermutlich auch. Mit einem gewissen Effekt auf die nominalen Zinsen. Die meisten Staaten werden sich das beim derzeitigen Verschuldungsgrad und Zinsniveau auch durchaus noch eine Weile leisten können: bei Staatsverschuldung von 130% bzw. 200% vom BIP (USA bzw. Griechenland) kostet ein Zinsanstieg von 2% ja ungefähr „nur“ zusätzliche 2.6% bzw. 4% vom BIP. Und dies auch nur nominal - real ist die gesamte Belastung aus der Verschuldung je nach Inflation dann immer noch nahe null – selbst griechische Staatsanleihen haben Stand heute ja erstmals eine negative (nominale!) Rendite.
  • Denke, wir befinden uns momentan an einem „lokalen Höhepunkt“ der Inflation, diese wird also wahrscheinlich kurz- und mittelfristig wieder (vorübergehend) sinken. Anzeichen: fast alle Rohstoffe/Commodities (ausser Öl, noch...) korrigieren gerade wieder kräftig, China bremst, US-Löhne wieder rückläufig. Und der Referenzpunkt für die jüngsten 5% YoY Inflation war ja auch ein Tiefpunkt inmitten der ersten Corona-Welle.
Beide Effekte würden die Realverzinsung steigern (und damit den Goldpreis drücken, wenn die Korrelation weiter hält). Ist natürlich am Ende nur eines von mehreren Szenarien, aber ich halte es für wahrscheinlich genug, dass ich mir gerade Gedanken mache evtl. meine Goldposition erstmal wieder zu reduzieren.


Geändert von Ratte im Labyrinth (Gestern um 23:34 Uhr)
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Alt Heute, 07:22   #7613
ShortSqueeze
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Zitat:
Zitat von Ratte im Labyrinth Beitrag anzeigen
[*]Die Fed wird ziemlich sicher tatsächlich „tapern“, die EZB vermutlich auch. Mit einem gewissen Effekt auf die nominalen Zinsen. Die meisten Staaten werden sich das beim derzeitigen Verschuldungsgrad und Zinsniveau auch durchaus noch eine Weile leisten können: bei Staatsverschuldung von 130% bzw. 200% vom BIP (USA bzw. Griechenland) kostet ein Zinsanstieg von 2% ja ungefähr „nur“ zusätzliche 2.6% bzw. 4% vom BIP. Und dies auch nur nominal - real ist die gesamte Belastung aus der Verschuldung je nach Inflation dann immer noch nahe null – selbst griechische Staatsanleihen haben Stand heute ja erstmals eine negative (nominale!) Rendite.
1) Wie sieht die Konjunktur aus, wenn wir wirklich einen Zinsanstieg um 2% haben. Wie sind die Reaktionen der Politiker und der Druck auf die FED wieder in das alte Muster zurück zu kehren ?

2) was ist mit dem Immobilienmarkt ? Wenn sich die Staaten 2% leisten
können, was ist mit den Immos ?

Das Gelddrucken hat sich meiner Ansicht nach als viel zu bequeme kurzfristige Lösung etabliert. Wir werden einen Zinsanstieg sehen, aber keine 2% und dann wird die FED wieder den taktischen Rückzug antreten. Irgendeine Krise wird schon als Ausrede herhalten.
ShortSqueeze ist offline   Mit Zitat antworten




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börse, dax


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