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Alt 21.11.2020, 11:50   #1
wkarnz2m
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Registriert seit: 05/2011
Beiträge: 197
Standard Snowkiten mit Tourenski - Erfahrungen?

Hello,

Mal so eine Frage, welche Tournski verwendets ihr so zum Snowkiten?
Was habts ihr so an Erfahrungen gemacht, worauf sollte man aufpassen?

Was sagts ihr zu Splitboards im Tiefschnee?

LG Wolfi
wkarnz2m ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2020, 12:31   #2
surfred007
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Registriert seit: 11/2005
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Beiträge: 821
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Ich verwende Schneeschuhe und ziehe das Board an einem Seil, das ich hinten am Gürtel befestige, hinter mir her. Darauf eine Tasche mit Kites. Sozusagen ein "Snow-Hiking-Trailer". Somit habe ich genug Platz im Rucksack für trockene Kleidung und Verpflegung. Nachteil: Du musst das Seil an der Nose des Boards befestigen, sonst funktioniert das Nachziehen nicht richtig. Am einfachsten ist, ein Loch zu bohren....
surfred007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2020, 12:36   #3
wkarnz2m
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Registriert seit: 05/2011
Beiträge: 197
Standard

Zitat:
Zitat von surfred007 Beitrag anzeigen
Ich verwende Schneeschuhe und ziehe das Board an einem Seil, das ich hinten am Gürtel befestige, hinter mir her. Darauf eine Tasche mit Kites. Sozusagen ein "Snow-Hiking-Trailer". Somit habe ich genug Platz im Rucksack für trockene Kleidung und Verpflegung. Nachteil: Du musst das Seil an der Nose des Boards befestigen, sonst funktioniert das Nachziehen nicht richtig. Am einfachsten ist, ein Loch zu bohren....
AAhhhh, an das habe ich garnet gedacht ^^
War ganz fixiert auf "Board am Rucksack fixieren"
wkarnz2m ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2020, 16:19   #4
Marc66
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Registriert seit: 08/2012
Ort: Ostschweiz
Beiträge: 888
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Haben mangels Splitboard (viel zu teuer für paar Touren pro Jahr, zumal es ja auch spezielle Tourenbindungen braucht und die Felle auch nicht eben günstig sind) es auch so gelöst, dass wir das Board an einer Leine hinter uns nachziehen. So lange der Schnee nicht allzu tief und pulvrig ist (noch übler: eisig und Hang traversieren - da machen dann aber auch irgendwann die Schneeschuhe schlapp) ist das echt OK, selbst wenn's mal steiler wird. Fanden wir deutlich einfacher als das Board irgendwie an den sonst schon gut gefüllten Rucksack packen - und wir hatten ja ausser Tourenausrüstung nichts dabei.
Wir haben eine einfache Dinema-Leine genommen (hatte ich als Tampen vom Windsurfen noch rumliegen), passt super. Wer mehr Schnittfestigkeit will, könnte ein Zwillingsseil nehmen - da reicht ein Strang locker. Befestigt am Board an der Bindung, ist OK.

Das Problem beim Snowboard (auch wenn ich das vor allem im Pulver liebe) bleibt natürlich, dass man eben wegen der Schneeschuhe doch einiges an Material mitschleppt (zudem sind MSR-Schneeschuhe ja auch nicht gerade geschenkt), wenn man die aber sowieso zum Winterwandern hat, ist das eine praktikable Lösung.

Eindeutig besser sind natürlich Tourenski. Spurt sich anenehmer im tiefen Schnee, ist im Gesamtpaket einiges leichter (kommt natürlich auf die Skibreite, Bindung und die Ausführung vom Ski an - ich fahre einen 88er K2 Backup mit Step-In Bindung, könnte im Tiefschnee sicher noch einen Zentimeter breiter und bisschen "stabiler" ausfallen wenn man genug fit ist den Kram auch viele Höhenmeter an den Beinen mitzuschleppen). Wenn man nur kurze Zustiege hat und sich dann vom Kite ziehen lässt, dürfte ein Touren-Freerider ganz gut passen, hier kann man dann auch eine etwas schwerere, dafür pisten- und sprungtaugliche Bindung (wie eine Diamir oder sonstige Freeride-Bindung mit Aufstiegsfunktion) montieren. Diese Skiklasse hat keine enormen Radien, machen somit Traversen einfach und auf nicht zu harter Piste kann man trotzdem mal noch runterfahren - mit Liftunterstützung sowieso super beim Freeriden. Länge ist halt immer Geschmacksache, ich fahre etwas unter Körperlang, im Gelände bei richtig fettem Pulferschnee dürfte das locker länger (bis 10cm über Körperlänge) sein - rächt sich halt dann wieder bei Spitzkehren an steilen Hängen, wenn man keine wirklich gute Technik hat.

Wenn's zum rumfahren "im Flachen" ist, braucht man gar keine Tourenausrüstung, da kann man auch mal paar Meter zu Fuss auf eine Fläche laufen und dort die normalen Pistenski bzw. Snowboard anziehen (bei wenig Schnee lieber altes Material, man erwischt da schon mal den einen oder andern Stein, was übel ist wenn man teures Tourenmaterial so "missbraucht". Vorteil Snowboard: sinkt nicht so tief ein - Nachteil, dass man einfach weniger beweglich ist (schnell mal zum Schirm um den richtig hinzustellen wird da schnell mal mühsam, weil man eben das Board ausziehen und zu Fuss gehen muss, das ist echt anstrengend, wenn man bis zu den Knien oder gar noch weiter einsinkt).

Von Splitboards halte ich wenig, die Preise sind einfach zu heftig. Wer natürlich regelmässig auf Tour geht für den ist das ne super Lösung - ich mache das lieber mit Ski (ist auch einfacher weil die Ski auf jeder Seite eine Stahlkante haben, das kann mit einem Splitboard in eisigen Gegenden schon mal mühsam werden weil eben nur eine Seite eine Stahlkante hat).

Und nicht vergessen: sobald man von gesicherten Pisten weg geht unbedingt vernünftige Routenplanung machen (Lawinen-Kurs ist auch nie verkehrt) und die übliche Sicherheitsausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde) mitnehmen. Zusammen mit paar Ersatzklamotten und einer Wärmejacke sowie was zu trinken ist der Rucksack da schnell mal voll, da lohnt es sich auch einen vernünftigen "Touren-Rucksack" zuzulegen der auch in schwierigem Gelände eng am Rücken bleibt (ob das einer mit Airbag sein soll muss jeder für sich entscheiden, mir wird das einfach zu schwer und geht zu viel Platz verloren, zudem halt wie immer auch wieder eine Preisfrage.
Marc66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2020, 17:09   #5
surfred007
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Registriert seit: 11/2005
Ort: near "the bridge"
Beiträge: 821
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Als ich das Seil beim 1. Mal an der Bindung festmachte, hat das Board sich oft verkantet, manchmal gekippt. Dauernd geflucht. Hab dann ein älteres Board genommen, Loch in der Nose 2cm vom Rand, Silikon, Ringschraube durch, Problem gelöst. Wahrscheinlich ist das aber auch Gelände abhängig.
surfred007 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2020, 20:58   #6
maluco
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Registriert seit: 07/2017
Beiträge: 333
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Hallo Wolfi,

Ich hab mir vor 2 Jahren fette Latten zum Snowkiten gegönnt. Habe sehr günstig gebrauchte Fischer Watea 101 gefunden, finde die sehr gut! (101mm ist die Breite unter der Bindung) Ist wirklich ein extremer Unterschied zu meinen leichten eher flatterigen Tourenskiern die ich eher für alpinere Hochtouren nehme.
Was wirklich der Vorteil ist ist der geringe Radius und das tolle aufschwimmen durch die riesigen Spitzen, egal ob der Schnee windgepresst, patzig oder Bruchharsch ist... Gefühlt laufen die Teile einfach schön geradeaus, nichts flattert, und wenn man beherzt reinsteigt dann kann man die trotzdem auch sehr kurz schwingen.
Ich glaube der Radius ist so mit 23m angegeben... Das funktioniert wirklich gut so zum geradeaus auf der Kante dahinziehen, ohne dass alles "flatterig" wird weil man nur driftet wie bei Skiern mit üblicherer Tailierung.
Als Bindung hab ich eine Marker mit Steg, ist halt für den Aufstieg auch schwerer, aber gerade beim Snowkiten wollte ich eine Bindung mit voller Funktionalität, dh eine Bindung die auch vorne gut auslösen kann, was der Großteil der Bindungen mit Pins nicht kann... Die alten Fritschis, das ist nix, die sind zu weich, weil du beim Snowkiten ja doch viel auf der Kante fährst.
Irgendwelche ganz krassen Freeride-Bindungen mit extrem hohen Z-Werten brauch ich nicht, ich hab meine Bindung ganz normal beim Fachhändler auf einen für mich normalen Z-Wert einstellen lassen, ich will dass die aufgeht, bevor die Knochen brechen!
Die Bindung ist durch dieses "Verschiebesystem" ziemlich verwindungssteif mit dem Ski verbunden. Weiß nicht ob die neuen Fritschis da auch verwindungssteifer wären... Bisschen Höhe, dh Abstand vom Schuh zum Ski ist wohl bei Schräglagen eh auch nicht schlecht...

Zum Thema Splitboards kann ich aus eigener Erfahrung nix beitragen, außer dass ichs eigentlich meist mit den Skiern viel entspannter finde als mit dem Snowboard zu kiten. Ist vielleicht eine Alterserscheinung (bin 45) und hängt wohl auch damit zusammen dass ich leider viel zu selten den traumhaften Powder habe den ich gerne hätte... Wenn du in einem gemischten Freundeskreis aus Skitourengehern und Splitboardern touren machst, bist du mit dem Splitboard insgesamt besonders bei längere oder alpineren Touren halt oft eher "der Bremser" außer du bist deutlich fitter als die andren. Anschnallen/Abschnallen/umbauen beim Gegenanstieg, Stabilität bei steilen Querungen im Anstieg usw... Obwohl: die Aufstiegsspuren werden jetzt aber durch die immer öfter zu sehenden Freerideski auch schon breiter als noch vor 10 Jahren, und die Entwicklung der Ski geht halt ziemlich auseinander: Ultraleichte Raceski und ultrafette und schwere Freerideski...

Achsoja: Wennst oft bei Scheiß Schneebedingungen zum Kiten gehst: Gar nicht zu viel überlegen und einfach irgendwas gebraucht kaufen, weil die Skier eh nicht ewig halten...
Augenhöhe als Länge passt mir gut!

lg Martin
maluco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2020, 19:03   #7
Simmer
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Ich bin viel mit dem Splitboard unterwegs und bin super happy damit Die Splitboards haben auch innen eine Kanten, damit kannst du auch eisige aufstiege meistern, brauchst jedoch etwas früher die Harscheisen als die Skitourengänger. Für Hochalpine Touren verwende ich einen Speziellen Splitboarschuh, mit dem bekomme ich noch etwas mehr druck auf die Kante. Die Anschaffung ist teuer danach hast du aber Jahrelang Spass damit Gewichtsmässig ist natürlich eine Skitourenausrüstung immer etwas leichter als ein Splitboard. Das Board mit einem Seil Hochziehen funktioniert nicht in jedem Gelände und ist um einiges anstrengender als mit dem Splitboard
Simmer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2020, 19:32   #8
FunKite
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Registriert seit: 06/2008
Beiträge: 3.018
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@Maluco, das ist jetzt Off Topic: Falls Du zum Tourengehen schmale Latten hast, kann ich Dir nur eins empfehlen: Hau sie weiter, alles unter 88 macht echt keinen Sinn! Ich fahre seit Jahren breite Ski zum Tourengehen (104er Coomback und 99er Denali (leichter, geht dafür schlechter) für sehr lange Touren). Pin-Pindung fahr ich seit 15 Jahren, aus meiner Sicht sollte die fürs Snowkiten voll ausreichend sein (auch wenn ich nicht Snowkite). Zum Freeriden hab ich auch nen 125er Big Daddy mit Marker Baron. Pin-Bindungen sind übrigens sehr steif, auch wenn sie filigran ausschauen. Das alte Fritschi-System gibts glaub ich gar nicht mehr, ich glaub die setzen inzwischen auch auf Pin-Bindung, wie eigentlich fast alle. Macht auch Sinn, lieber steckt man das Gewicht in den Ski.

Sorry fürs Off-Topic.
FunKite ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2020, 15:28   #9
Tomlutz
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Registriert seit: 06/2018
Ort: Zürich
Beiträge: 181
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Zitat:
Zitat von wkarnz2m Beitrag anzeigen
Hello,

Mal so eine Frage, welche Tournski verwendets ihr so zum Snowkiten?
Was habts ihr so an Erfahrungen gemacht, worauf sollte man aufpassen?

Was sagts ihr zu Splitboards im Tiefschnee?

LG Wolfi
Natürlich verwende ich die Tourenski die ich sowieso schon habe. Bei Powder die breiteren, bei Altschnee die schmaleren.

Wenn ich ohne Zustieg den Kite starten kann, bevorzuge ich aber uralte Pistenski mit Stepin-Bindung, das geht leichter als die Pin-Bindung. Meine Tourenski sind mir auch etwas zu lang. Nur bei Powder würde ich meine breiten und langen Tourenski nehmen, aber wann habe ich das schon ...

Gruss, Tom
Tomlutz ist offline   Mit Zitat antworten
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