|
|||||||
| Bauen - Reparieren - Basteln Boardbau, Modifikationen am Material, ... |
«
Vorheriges Thema
|
Nächstes Thema
» |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Hey zusammen,
ich plane gerade mein erstes DIY-Projekt – ein Pumpfoilboard – und bin aktuell an ein paar Punkten, wo ich euren Input echt gut gebrauchen könnte. Ich habe mir schon ziemlich viele Videos und auch einige Threads hier im Forum reingezogen, aber wie das so ist: Wenn man selbst baut, tauchen plötzlich doch ganz eigene Fragen auf… Zum Projekt: Ich möchte ein eher dünnes Pumpfoilboard bauen, als Orientierung dient mir das Ketos Scull 80 – also im Prinzip ein Nachbau in DIY. Die Outline habe ich inzwischen ganz gut in Shape3D nachgebaut. Den Kern (18 mm) habe ich aus einer 5 cm XPS-Platte mit dem Heißdraht ausgeschnitten. Zusätzlich habe ich vorne im ersten Drittel etwa 1,5 cm Scoop eingebaut. Hat mit Schablone + Heißdraht überraschend gut funktioniert Aktuell ist der Kern natürlich noch ziemlich wabbelig… 1. Rocker / Scoop + Infusion Ich möchte das Board per Vakuuminfusion laminieren. Jetzt habe ich etwas Sorge, dass mir das Laminat den sauber geschnittenen Rocker einfach wieder platt drückt. Meine Idee wäre: Hintere 2/3 (die plan bleiben sollen) flach auflegen und beschweren Vorne 1,5 cm unterlegen (Schaum / Holzklötzchen), damit der Scoop erhalten bleibt. Jetzt frage ich mich aber: Hätte ich mir den ganzen Heißdraht-Shape sparen können und einfach eine flache 2 cm Platte nehmen können, die ich erst beim Laminieren in Form “rockere”? Hat da jemand Erfahrung, ob das sauber funktioniert oder eher Murks wird? 2. Inserts / Tracks – Gewicht vs. Haltbarkeit Ursprünglich wollte ich meine Inserts selbst 3D-drucken (PETG, 100 % Infill). Die Teile wären schön leicht (~31 g), aber ich habe Zweifel an der Dauerhaltbarkeit – gerade bei den Kräften im Pumpfoil… Ein Bekannter hat mir jetzt Inserts aus Alu gefräst – mega sauber, aber halt auch mit ~67 g pro Stück nicht gerade leicht. Da ich nur im süßwasser pumpe, sollte Alu gehen (aber viel schwerer). Optionen, die ich aktuell sehe: PETG 100 % → leicht, aber evtl. nicht stabil genug ABS → vermutlich auch nicht ideal weil es durch wraping nicht so einfach zu drucken ist? ASA →könnte gehen, aber habe ich aktuell nicht PLA → eher raus Hybrid: leicht gedruckter Kern aus PETG (z. B. 30 % Infill) + mit Carbon überlaminieren Gerade die Carbon-Variante finde ich spannend, aber ich bin da kompletter Anfänger: Welche Gelege / Gewebe? Wie viele Lagen? Wie baut man sowas sinnvoll auf? Vielleicht hat hier jemand schon mal eigene Trackschienen oder Inserts gebaut und kann was dazu sagen 3. Infusion & “offene” Inserts / Schienen Ich habe mir inzwischen eine Vakuumpumpe + Resin Trap mit Manometer besorgt, Setup ist soweit klar. Was mir aber noch Kopfzerbrechen macht: Muss man Inserts bzw. Foilschienen vor der Infusion verschließen? Ich habe Videos gesehen, wo einfach das Gewebe mit Sprühkleber über die Schienen gelegt und dann ganz normal infundiert wird. Danach ausschneiden und fertig. Mein Gedanke: Zieht sich das Epoxy nicht in alle Hohlräume rein? Bei Inserts könnte man ja Knete rein drücken Aber bei 30 cm langen Foilschienen?! Wäre doof wenn die nach der Infusion mit Harz voll wären. Wie macht ihr das in der Praxis? Offen lassen? Abkleben? Füllen? Ich hänge noch ein paar Bilder vom aktuellen Stand und den Inserts an. Freue mich über jeden Tipp – gerade auch Erfahrungswerte aus der Praxis! Geändert von Torch (19.03.2026 um 20:00 Uhr) |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Benutzer
Registriert seit: 08/2023
Beiträge: 136
|
Servus,
Cooles Projekt! Wenn ich dich wäre, würde ich Lio Tec Foil Schienen kaufen und die hinten ein bisschen überstehen lassen und absägen. So dass der Kanal offen ist und du das Foil einschieben kannst. Ich habe jetzt einige Boards gebaut und die Foil Tracks immer offen gelassen. Da zieht dir nichts rein. Wenn du Angst hast, mach ein Malerkrepp drüber und schneide es mit dem Cutter ganz knapp an der Kante entlang ab. Ist aber eine furchtbare Fuzzlerei. Du machst das echt mit Infusionstechnik? Sicher, dass du das meinst und nicht die Lagen aufträgst, tränkst und dann im Vakuum Sack aushärten lässt? |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Schlicklooper
Registriert seit: 08/2012
Beiträge: 368
|
Also wenn Infusion, dann musst du die Boxen DICHT machen. Bei der Infusion geht's dir in jede Ritze und jedes Loch. Entweder du füllst das Sauber mit Knete oder Wachs, oder du laminierst das mit ein paar dünnen Lagen Glas zu, schneidest den Überstand ab und packst das in deinen Boardrohling. Das muss aber absolut (Luft)dicht sein.
Geändert von Juppl (20.03.2026 um 14:25 Uhr) Grund: Edit |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Ich würde das Ganze gerne per Infusion machen. Ich kite seit über 20 Jahren und die Technik hat mich schon immer gereizt – deshalb möchte ich das einfach mal ausprobieren.
Ein Kumpel von mir laminiert klassisch von Hand und steckt das Ganze anschließend in einen Vakuumsack. Das wäre natürlich auch eine Option, aber wie gesagt: Die Infusion reizt mich einfach mehr. Als Orientierung habe ich mir u. a. dieses Video angeschaut: https://www.youtube.com/watch?v=1TpwewRG6Rw&t=86s So in etwa würde ich das auch gerne umsetzen. Was ich dabei nicht ganz nachvollziehen kann: Ich sehe nicht, dass er die Foilschienen vorher irgendwie abdichtet. Auch später (in Part 3), wenn er die Boxen öffnet, scheint da nichts reingelaufen zu sein. Es gibt noch ein weiteres Video von ihm, in dem er sein erstes Board baut. Dort laminiert er Deck und Bottom getrennt, und soweit ich das erkennen kann, ist auch dort nichts in die Foilschienen gezogen. Heute hatte ich Zeit, mich um eine Frässchablone für die Inserts zu kümmern. Die habe ich mit dem 3D-Drucker gemacht – hat richtig gut funktioniert. Die Teile passen perfekt. Auch die Baseplate, 4cm Verschiebung möglich. Allerdings ist mir bei meinem bisherigen Board ein klassischer Denkfehler passiert: Ich habe die Rails rundum am Bottom abgeschrägt, ohne zu bedenken, dass ich die Inserts möglichst weit hinten im Board positionieren will. Durch die Schräge würden die Inserts jetzt unten aus dem Board rausstehen. Ziemlich ärgerlich – also habe ich kurzerhand einen neuen Kern gebaut. Diesmal ohne Heißdrahtschneider, einfach aus einer 20 mm XPS-Platte. Den Rocker will ich anschließend im Vakuum formen. Die Schablone funktioniert jedenfalls top. Ich werde die Inserts vermutlich leicht mit Epoxy einpinseln und dann einkleben. Zusätzlich habe ich mir noch Stopfen für die Inserts gedruckt, die ich beim Laminieren einsetzen kann, damit kein Harz hineinläuft. Bei den Inserts selbst bin ich noch nicht final entschieden: Ich habe jetzt ASA-Filament bestellt (UV-beständig und mechanisch vergleichbar mit ABS). Ich werde erstmal ein paar Teile drucken und Belastungstests machen. Foilschienen habe ich ebenfalls hier – allerdings wiegen die 270 g und sind damit sogar 3 g schwerer als meine Alu-Blöcke. 😄 Falls jemand Erfahrungen speziell mit Infusion und Foilboxen/Inserts hat, gerne her damit! |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Schlicklooper
Registriert seit: 08/2012
Beiträge: 368
|
Bevor du dein Board laminierst, mach mal ein paar Versuche mit der Infusion. Das hilft den Ablauf zu verstehen.
Normales Baumarkt XPS hat in der Regel eine Druckfestigkeit von 300kpa, das fällt bei Infusionstypischen Druck leider etwas ein, die Oberfläche wird dann etwa weicher als sie vorher war. Du kannst das auf 2 Arten umgehen: entweder du benutzt 500kpa XPS wie die meisten Hersteller, das hält die Infusion Schadlos aus, oder du infusionierst mit weniger Druck. Dafür musst du aber auf etwas mehr fließhilfe achten und auch den Druck gut überwachen. Bei 0.2 Bar Absolut läuft das bei mir noch brauchbar. Bei den ASA Druckteilen unbedingt eine Verbundprobe machen mit Epoxy, nicht dass das hinterher nicht sauber hält, auch wenn der Rest der Festigkeit stimmt. ich laminiere immer 2 lagen Glas auf einen Spiegel und dann die umgedrehten Foilboxen drauf. Gewicht oben drauf und aushärten lassen. Wenn das hart ist, mit nem bündigefraser alles abschneiden und dann so trocken ins Board. Gewebe drum, Infusionsmaterial dazu, ab in Sack und los geht's. Viel Erfolg! |
|
|
|
|
|
#6 |
|
Benutzer
Registriert seit: 08/2023
Beiträge: 136
|
Bei Infusion: Da musst du unbedingt zumachen, das hat dir Juppl eh schon gesagt.
ASA: Asa verbindet sich mit Epoxy. Das ist das falsche Material, das verwende ich im Sandwich um eine Einschraubmöglichkeit zu haben. Das sitzt bombenfest. Ich würde tatsächlich nur Schaum reinmachen und oben ein Paket-Klebeband draufkleben. Das verbindet sich nicht mit Epoxy. |
|
|
|
|
|
#7 | ||
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Zitat:
Ich werde mir jetzt ein Paket mit 700 KPA XPS bestellen. 500er KPA wäre ebenfalls verfügbar, aber preislich macht das kaum einen Unterschied. Daher gehe ich davon aus, dass das 700er noch einmal ein Stück steifer ist, was sich positiv auf die Endsteifigkeit auswirken dürfte. Mir ist klar: Je höher die Druckfestigkeit des Kerns, desto steifer wird am Ende auch das Board. Mich würde aber interessieren, wie groß der tatsächliche Unterschied in der Praxis ist – also ob sich der Wechsel von z. B. 300 auf 500 oder 700 kPa wirklich deutlich bemerkbar macht oder eher im marginalen Bereich liegt. (Unabhängig betrachtet von dem Infusionsverfahren, da hier das 300er für mich flach fällt). Die KI behauptet teilweise, dass der Kern bis zu 60–70 % zur Gesamtsteifigkeit beiträgt – das fällt mir ehrlich gesagt schwer zu glauben. Klar, je dünner der Kern, desto wichtiger wird sein Einfluss. Bei einer 4 cm starken Planke dürfte aber vermutlich auch ein 300er Kern ausreichend steif sein, zumindest wenn klassisch (ohne Infusion) laminiert wird. Das Verfahren zum Abdichten der Schienen mit zwei Lagen Glas und einer Glasplatte werde ich so übernehmen – das klingt wirklich überzeugend. Die fertige „Glasoberfläche“ sollte sich dann später auch optimal mit dem restlichen Laminat verbinden. Das ASA werde ich vorher noch leicht anschleifen bzw. aufrauen, damit eine bessere Haftung mit dem Epoxidharz gewährleistet ist. Zitat:
Bezüglich ASA: Du schreibst, dass es sich gut mit Epoxy verbindet und zudem bombenfest ist, um Schrauben zu halten. Das klingt für mich zunächst nach einem sehr geeigneten Material für Inserts. Gleichzeitig erwähnst du aber, dass es dafür das falsche Material sei. Das ist für mich aktuell noch nicht ganz nachvollziehbar: Wenn die Haftung mit Epoxy gut ist, das Material mechanisch stabil ist und zusätzlich UV-beständig – wo genau liegt dann der Nachteil im Einsatz als Insert-Material? __________________________________ Insgesamt bedeutet das für mich jetzt erstmal: warten. Warten auf das neue XPS, das ich voraussichtlich erst Ende nächster Woche bekomme, sowie auf das Filament. Und wenn die Sachen da sind, sind erstmal 2 Wochen Osterferien. Also wird es so richtig erst in 3-4 Wochen weitergehen. Außerdem bin ich inzwischen an dem Punkt, an dem ich mir über den Shape des Boards noch einmal grundlegend Gedanken machen möchte. Das Scull 80 ist ja so etwas wie die Endstufe im Pumpfoil-Bereich, aber da ich aktuell noch absoluter Anfänger bin, werde ich mir vermutlich zunächst ein Board bauen, das ich mittelfristig sinnvoll nutzen kann. Als reines Pump-Einsteiger-Setup werde ich aktuell mein Kitefoil (Fronteira von Gong in 120 cm) nutzen. Mir schwebt daher eher ein Shape in Richtung Fred Hope V2/3 mit ca. 95 cm Länge vor. Dabei würde ich den Kern auf etwa 27 mm Stärke auslegen und Foil-Track-Schienen verwenden, die ich – ähnlich wie beim Fred Hope oder auch beim Duotone Soar – hinten entsprechend kürze / öffne. Das Scull 80 werde ich parallel weiter im Blick behalten bzw. eventuell als zweites Projekt angehen oder nebenher weiterarbeiten. Gefällt mir einfach das Brettchen. Ich habe mir außerdem die Position der Schienen mit einer simulierten Mastplatte von Gong angeschaut. Daraus ergibt sich ein Verstellbereich von etwa 7–7,5 cm für den Mast. Das sollte für ein 95er Pumpfoil-Board ausreichen – insbesondere, wenn die Schienen gekürzt bzw. offen bis ganz ans Tail gesetzt werden. Geändert von Torch (21.03.2026 um 10:18 Uhr) |
||
|
|
|
|
|
#8 |
|
Schlicklooper
Registriert seit: 08/2012
Beiträge: 368
|
Zum Unterschied von 300-500-700er XPS kann ich dir nicht viel sagen, aber das Kernmaterial hatte für mich bis jetzt relativ wenig Auswirkungen auf die Steifigkeit des Boards. Bei XPS 300 kann es aber sein, das man sich auf Dauer Beulen in die Oberseite Tritt, darum mach ich da häufig ein Doppelsandwich mit PVC in 2-3mm. XPS 700 hab ich noch nie getestet, benutze jetzt aber meistens das 300er, weil's so einfach zu bekommen ist und mache die Infusion dann mit etwas weniger Druck. Das bisschen Mehrgewicht ist mir dann egal. Infusion bei Volumenboards ist ohnehin häufig schwerer als gutes Handlaminat (da man bei einem Handlaminat immer etwas "trockener" und bei Bedarf auch mit Glashohlkugeln arbeiten kann)
Und noch ein kleiner Tipp, das hatte ich vergessen: Laminiere als erstes eine Schicht Abreisgewebe auf die Glasplatte und dann die 2 Schichten dünnes Glas. Dann hast du wirklich guten Verbund und musst nicht mehr anschleifen ![]() Zum Hopecraft: Ich hab eine V1 Kopie in Basalt gemacht, 300er XPS und Infusion. War als Test gedacht und als Topcoat hab ich immer die Reste genommen, die von anderen Boards übrig waren, Aussehen ist darum etwas Shabby ![]() Shape gefällt mir aber sehr gut, hab's in 100cm und nur für's Kitefoilen genutzt. Da ich aber auf Ketos und KFBox umgestiegen bin, nutze ich das Board (und seinen Carbon-Handlaminat-Bruder) nur noch selten. Und mein neues Board hat einen anderen Shape bekommen. Aber der gefällt mir nicht so, muss also wieder was neues her ![]() Das der Verbund mit ASA so gut ist, wusste ich nicht, werde ich mal im Kopf behalten, könnte interessant sein. |
|
|
|
|
|
#9 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Hab mal die Outlines übernommen... Pumpfoil das Hopecraft und als Kitefoil vermutlich Soar
|
|
|
|
|
|
#10 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Es gibt ein paar News bzgl. der Inserts für das 18 mm dünne Scull 80:
Ich habe die Inserts jetzt aus ASA gedruckt, mit 6 Wandlinien und 65 % Infill – das Ergebnis ist echt top. Gewicht liegt bei ca. 21 g pro Insert. Hab dann auch direkt einen kleinen Belastungstest gemacht: mit Metallplatte und Drehmomentschlüssel. Bis etwa 11 Nm sieht man nur leichte Abdrücke im ASA. Bei der nächsten Stufe, ca. 12,5 Nm, hat sich die Tracknut ins Insert gezogen – aber ohne dass irgendwas gebrochen ist. Das ist meiner Meinung nach deutlich mehr, als das Ganze im Einsatz jemals aushalten muss. Einen Carbonmast zieht man ja nicht mit 10 Nm an – ich denke realistisch sind wir irgendwo bei 6–8 Nm, und das steckt das Teil absolut problemlos weg. Ich werde die Inserts auf jeden Fall in einem Board verbauen Ach ja, noch kurz zum Thema XPS mit höherem kPa: gar nicht so easy zu bekommen. Eigentlich wollte ich XPS mit 700 kPa, aber das können viele Baustoffhändler entweder gar nicht besorgen oder nur zu absurden Preisen (Mindermengen, eigener Produktionsauftrag, etc.). 500er geht eigentlich überall, aber selbst da liegt man bei ca. 60 € pro Pack plus ~30 € Fracht zum Händler, also rund 90 € insgesamt. Noch okay, aber auch nicht super günstig. Ich hatte allerdings Glück: Das große Unionbauzentrum hier um die Ecke hatte noch einen Restposten Austrotherm top50 – 18 m² in 120 mm Stärke. Hab mir daraus drei Platten für 40 € gesichert. Sollte locker für 6 Boards reichen. |
|
|
|
|
|
#11 |
|
Benutzer
Registriert seit: 04/2024
Beiträge: 31
|
Bei meinem letzten Pumpboard habe ich Inserts aus PETG gedruckt, recht starke Wandlinien und Infill. Ich habe sie mit einem recht großen Kragen modelliert und dann quasi von oben durch das Board gesteckt, zum Fräsen hab ich passende Schablonen gedruckt. Hat bis jetzt bombenfest gehalten
|
|
|
|
|
|
#12 | |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Zitat:
– war das mit Airex, oder? Cool das es wohl auch mit PETG hält! Wie sieht dein Inserts aus wenn ich fragen darf?Ich hab jetzt noch ein Angebot für BASF 5000CS mit 700 kPa bekommen. Ist zwar nicht ganz billig (125 € für eine Packung mit 5 Platten in 80 mm Stärke), aber dafür genau das Material, das ich eigentlich wollte. Und gut gelagert werden die Platten ja über die Jahre auch nicht schlechter ![]() Bin echt gespannt, wie sich das im Vergleich zu dem 500 kPa Material verhält. Aktuell grüble ich noch über den Laminataufbau. Mein Grundplan wäre: Schaumkern 260 g UD 200 g Biax 200 g Köper 160 g Glas als Schleif- und Endschicht Das Ganze oben wie unten. Jetzt hab ich allerdings mal gehört, dass unter dem Foilbereich so um die 1000 g Carbon liegen sollten, damit da nichts abknickt. Das würde ich mit dem aktuellen Aufbau nicht ganz erreichen. Könnte aber problemlos noch eine zusätzliche UD-Lage reinlegen. Auf der anderen Seite liest man auch oft, dass die Oberseite stabiler sein sollte als die Unterseite, weil dort mehr Druck entsteht, der sich nach unten überträgt. Fragen über Fragen ![]() Ich würde halt ungern aus Unsicherheit einen kompletten Panzer bauen, der am Ende deutlich über 2 kg wiegt, nur weil ich keinen sauberen Plan vom Laminataufbau hatte ^^ Was würdet ihr empfehlen: für ein Pumpfoil-Board und für ein Kitefoil-Board? Oder ist der Aufbau am Ende ziemlich identisch? Das Kitefoil-Board soll perspektivisch auch mal fürs Springen herhalten. Achja, falls jemand Interesse an der Datei für das Insert hat oder der passenden Frässchablone, ich würde sie zur Verfügung stellen
|
|
|
|
|
|
|
#13 |
|
Benutzer
Registriert seit: 04/2024
Beiträge: 31
|
So sieht die Trackbox aus, musste so logischerweise zwei davon spiegeln, um links und rechts welche zu haben. Dein Laminataufbau wirkt etwas stark hätte ich gedacht (hab aber auch erst 2 Boards Erfahrung). Die Fasern auf der Oberseite nehmen ja quasi die kompletten Zugkräfte aus der Biegung auf. Da habe ich allerdings schon hier am Spot gesehen und auch bei meinem Airexboard nur eine Lage 200er Köper genommen und das hat easy ausgereicht, allerdings weiß ich jetzt nicht wie sich die Druckfestigkeit von deinem Material im Vergleich zu Airex aussieht, da wäre also vielleicht eine Lage mehr keine dumme Idee. Mein Board flext auch tatsächlich sehr minimal bei Ridern über 80kg, das nächste werde ich mit Stringer bauen, um es steifer zu kriegen. Unten im Bereich der Baseplate aufjedenfall verstärken, bei mir hat eine weiter Lage 200ee ausgereicht, hier aber auch wieder die Frage mit der Druckfestigkeit. Die Verstärkung aufjedenfall dreieckig oder rund auslaufen lassen, keine klare Kante in Querrichtung, sonst hast du da eine Sollbruchstelle |
|
|
|
|
|
#14 |
|
Benutzer
Registriert seit: 05/2025
Beiträge: 195
|
|
|
|
|
|
|
#15 | |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Zitat:
Die Hauptstabilität wird von den UD-Lagen und der Biaxial-Lage kommen. |
|
|
|
|
|
|
#16 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Also, inzwischen ging es weiter. Ich habe den Kern zugeschnitten und anschließend geteilt. Danach habe ich die drei Stringer jeweils mit 2 × 250 g UD-Gewebe laminiert und gleichzeitig die Foilboxen eingeklebt. Heute wurde noch geschliffen, und kleine Schadstellen habe ich mit Epoxy plus Microballoons gespachtelt. Morgen wird alles noch einmal leicht nachgeschliffen, dann wage ich mich ans Laminieren.
Bezüglich der Foilschienen werde ich es nun doch ausprobieren, diese offen zu lassen. Ich habe inzwischen mehrfach Videos gesehen, bei denen nichts eingesetzt wird und die Boxen beziehungsweise Inserts ebenfalls nicht verschlossen werden. Irgendwie erscheint mir das auch logisch: Das Vakuum zieht ja nicht nach unten in die Foilboxen oder Inserts, da diese dicht sind. Die Fließrichtung des Harzes verläuft entlang der Oberfläche und nicht in Richtung Kernmitte. Warum ich mich jetzt doch dafür entschieden habe? Für mich ist es deutlich einfacher, die Foilboxen zu montieren und exakt auszurichten, wenn sie nicht vorher mit Glas verschlossen sind. Außerdem erhoffe ich mir dadurch eine glattere Oberfläche, ohne anschließend noch ein- bis zweimal spachteln zu müssen. Ich probiere es jetzt einfach aus – das hier ist mein erstes Board, und ich lerne täglich dazu. Wenn die Boxen am Ende wirklich voll Harz laufen, wäre es natürlich ein Fall für die Tonne. Aber das Risiko gehe ich jetzt ein.
|
|
|
|
|
|
#17 |
|
Benutzer
Registriert seit: 05/2014
Beiträge: 230
|
In die Schienen musst du unbedingt etwas rein machen. Da reicht auch Knete aus dem Bastelladen oder Acryl aus der Kartusche. Wenn die Schienen voll Harz laufen und da reicht nur ein Mini Film, klemmen die Nutensteine und du musst nachfräsen.
|
|
|
|
|
|
#18 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Also, ich hab’s heute mal laminiert. Der Aufbau mit Sprühkleber und den Carbonfasern hat eigentlich echt gut funktioniert. Das Glas am Schluss war in den Überlappungen dann allerdings etwas zu viel – dort wurde es ziemlich wulstig und dick.
Anschließend kam alles in den Vakuumsack und ich habe getestet: Das Vakuum war dicht. Also Epoxy angerührt (1,3 kg) und die Infusion gestartet. Das ging überraschend schnell – innerhalb von fünf Minuten war das komplette Board benetzt und meine 1,3 kg Harz waren aufgebraucht. Allerdings lief das so schnell, dass ich die Leitung gar nicht rechtzeitig mit einer Zwinge schließen konnte. Naja, ein bisschen Luft hat es gezogen, bevor ich zu hatte. Beim nächsten Mal werde ich mir wohl doch die 35-Euro-Schlauchklemme holen, damit ich den Harzfluss besser dosieren kann. Was mich erstaunt hat: Danach ist noch etwa eine Stunde lang weiter Harz in den Catchpot gelaufen. Fast ein ganzer Becher wurde noch herausgezogen. Ich denke mir: lieber so, als wenn es später im Board bleibt und unnötig Gewicht bringt. Oder könnte jetzt zu wenig Harz im Laminat sein? Außerdem hoffe ich natürlich, dass alles dicht geblieben ist. Nachdem ich abgeklemmt hatte, konnte ich noch kleine Luftbläschen in Bewegung sehen. Aber gut – ändern kann ich es jetzt sowieso nicht mehr. Es ist mein erstes Board, und ich sehe das Ganze als Lernprozess. Wenn es am Ende noch brauchbar ist, wäre das natürlich toll. Mit den Schienen werde ich morgen oder übermorgen mehr wissen – ob dort etwas reingelaufen ist oder nicht. Falls ja, werde ich beim nächsten Board Knete einsetzen. Ein weiterer Punkt ist der Vakuumsack: Den werde ich beim nächsten Mal auch anders zukleben, mit diesen Laschen, damit der Sack beim Verschließen / Leersaugen nicht so auf Spannung steht (an den Erhöhungen wie Injektionspunkte). Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Alles in allem hat es auf den ersten Blick gut funktioniert, und ich freue mich schon aufs Auspacken morgen oder übermorgen. Aufbau unten wie oben: 1x 15cm UD 250gr Streifen 1x UD 250gr 1x Biaxial 200gr 1x Köper 200gr 1x Glas 130gr Geändert von Torch (16.04.2026 um 16:11 Uhr) |
|
|
|
|
|
#19 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Heute Morgen habe ich das Board ausgepackt. Zunächst dachte ich, es sei unbrauchbar, weil so viel Luft unter der Folie beziehungsweise im Mesh zu sehen war. Allerdings befand sich das größtenteils nur im Mesh und in der ersten Lage Glas.
Was ich beim nächsten Mal definitiv besser machen muss, ist das Drapieren, bevor ich alles in den Vakuumsack packe. An einigen Stellen, an denen das Laminat zu dick oder wulstig war, sind unschöne Knubbel entstanden, die mit dem eigentlichen Shape des Boards nichts mehr zu tun haben. Ich habe bereits versucht zu schleifen, aber an den meisten Stellen war das Harz noch zu weich. An einer anderen Stelle habe ich am Rail schon so viel abgeschliffen, dass der XPS-Kern zum Vorschein kommt. Dort werde ich wohl von Hand noch einen Streifen Köpergewebe darüber laminieren müssen. Alles in allem macht das Board einen sehr steifen Eindruck, und nach der gestrigen Aktion bin ich inzwischen deutlich optimistischer, dass es fahrbar sein wird. Die Foilboxen habe ich noch nicht geöffnet, da ich erst noch fillern und schleifen möchte. Das mache ich ganz zum Schluss. Aktuell habe ich eine Filler-Schicht Epoxy aufgepinselt, und das Board trocknet nun. Leider muss ich jetzt wieder eine Woche pausieren, bis ich erneut in die Werkstatt komme. |
|
|
|
|
|
#20 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Nach dem Auspacken habe ich das Board zunächst mit Epoxy gefillert und anschließend geschliffen. Dabei bin ich im Bereich der Kanten teilweise bis auf den Schaum durchgekommen. Grund dafür war, dass ich dort nur Gewebe umgelegt hatte und dieses offenbar nicht sauber trapiert war. An den betroffenen Stellen habe ich deshalb nochmals eine Lage Glas laminiert.
Danach ging es an die Foilboxen – und der erste Versuch ist leider komplett schiefgelaufen. Ich habe zunächst ein Loch gebohrt und dann mit dem Bündigfräser gearbeitet. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass Harz in die Schienen gelaufen war – und zwar nicht zu knapp (ca. 70 %). Entsprechend hat das überhaupt nicht funktioniert. Heute habe ich das Ganze dann mit Führungsschienen und Oberfräse sauber freigelegt. Zum Glück ist das Harz nicht bis in die untere Nut vorgedrungen, in der die eigentlichen Schienen sitzen. Das wäre der Super-GAU gewesen und hätte das Board vermutlich unbrauchbar gemacht. Vielleicht hätte man die Nuten mit einem speziellen Fräser noch retten können, aber ehrlich gesagt will ich darüber gar nicht nachdenken. Für das nächste Board nehme ich mir auf jeden Fall vor, die Boxen nach dem Einbau von Hand mit zwei Lagen Glas zuzulaminieren. Ein weiteres Thema ist die deutliche Orangenhaut. Die habe ich auch nach zweimaligem Fillern mit Epoxy nicht wirklich wegbekommen. Klar, ich könnte weiter schleifen – aber das Risiko, ins Carbon zu schleifen, ist mir zu hoch. Die Opferschicht aus Glas habe ich an einigen Stellen ohnehin schon komplett runtergeschliffen. In den nächsten Tagen geht es dann noch ans Design. |
|
|
|
|
|
#21 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2011
Beiträge: 722
|
Fertig
Funktioniert auch super! Bin froh das es nicht Schrott geworden ist. Deck ist an den Standflächen mit durchsichtigem Griptape realisiert. Das sieht man nur auf dem letzten Bild. Fühlt sich Barfuß echt ok an. Fürs nächste nehme ich viele "Fehler" mit die ich dann besser mache. |
|
|
|
![]() |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Volumen Foil Board - Fragen zu Inserts | VegeKite | Bauen - Reparieren - Basteln | 11 | 08.02.2018 22:14 |
| kurze Fragen zum Boardbau (zu Inserts, Finnenbohrungen und Kante) | CaNi | Bauen - Reparieren - Basteln | 2 | 02.03.2014 18:58 |
| Fragen zum Wakeboardbau: Gelegestärke, Kerndicke, Inserts, Channel | hansenhinnerksen | Bauen - Reparieren - Basteln | 11 | 26.04.2013 07:55 |
| Fragen zum Laminataufbau (bei 145x45, Schaumkern, Vakuuminfusion, ...) | ATB-az-t | Bauen - Reparieren - Basteln | 5 | 20.10.2012 10:16 |
|