|
|||||||
«
Vorheriges Thema
|
Nächstes Thema
» |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 |
|
Neuer Benutzer
Registriert seit: 10/2022
Beiträge: 1
|
Hi zusammen,
wir foilen seit einiger Zeit mit einem großen Foil hinter einem Stahlverdränger (max. 12 Knoten) und einer normalen Wakeboard-Leine. Grundsätzlich funktioniert das gut, aber wir stoßen immer wieder auf das gleiche Problem: Mit dem Foil überholt man relativ schnell das Boot – die Leine wird dann zu lang, hängt durch und ist im Weg. Besonders beim Wechsel von Steuerbord nach Backbord wird die lose Leine zum echten Hindernis. Und wenn das Boot dann wieder zieht, kommt ein harter Ruck, der ziemlich unangenehm ist. Wir haben schon überlegt, eine Art Bungee-Lösung einzusetzen, und auch bereits mit Bootsfenderleinen mit Bungee-Anteil experimentiert. Das Problem dabei: Die gehen zu schnell auf maximale Länge und haben dann keinen progressiven Widerstand mehr – also entweder zu viel Flex oder gar keiner. Idealerweise bräuchten wir ein Seil, das sich gleichmäßig und progressiv dehnt – bei stärkerer Belastung weiter nachgibt und bei weniger Zug entsprechend wieder kürzer wird. So würde die Leine immer auf leichter Spannung bleiben und die Probleme mit durchhängender Leine und harten Rucken wären gelöst. Hat jemand von euch Erfahrung damit oder eine Idee, was man da nehmen könnte? Gibt es spezielle Bungee-Leinen oder Konstruktionen, die bei euch funktioniert haben? Danke schon mal und Grüße! |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Benutzer
Registriert seit: 02/2015
Beiträge: 2.190
|
Warst Du schonmal an einer Wakeboard-Anlage? Dort gibt es an den "Ecken" des Rundkurses ein ähnliches Problem.
Dort werden recht dünne Nylon-Tampen verwendet. Die dehnen sich bei Belastung ziemlich stark (elastisch), ich denke 5-10 % der Länge. Je länger das Seil, desto größer die Dehnung und desto besser die Ruckdämpfung. Am wichtigsten ist Fahrtechnik, bzw. Kurs/Richtung. Man muss möglichst immer so fahren, dass das Seil nie schlaff wird. D.h. immer quer zur Fahrtrichtung des Bootes foilen, niemals direkt in Fahrtrichtung. Das bedeutet insbes., dass man sehr enge Turns fahren muss, keine langgezogenen Bögen. Hinter einem Boot ist das durchaus herausfordernd, insbes. wenn man foilend komplett die Seite wechseln will und das Boot "zu schnell" fährt. Ich würde ein möglichst dickes Foil mit möglichst geringem AR nehmen. Wird nicht so schnell und lässt sich eng carven. Und das Boot darf nicht zu schnell fahren. |
|
|
|
|
|
#3 |
|
Benutzer
Registriert seit: 01/2015
Ort: München
Beiträge: 10.385
|
Ich denke, es ist auch wichtig, das man ein Foil hat was nicht gerade perfekten Glide hat
Sonst beschleunigt Dich der Ruck (oder die Federwirkung der Leine) und die verlierst alle Spannung, bis zum nächsten dann noch kräftigeren Ruck...Ist bei Wakeboads ja auch so, dass die bewusst viel Rocker haben und bremsen wie Sau. Damit man eben die Leine nicht überholt. - Oliver |
|
|
|
|
|
#4 |
|
Benutzer
Registriert seit: 10/2009
Ort: Hannover
Beiträge: 3.549
|
ich vermute Bungee wird die Sache noch schlimmer machen.
Kenne den Effekt auch nur von der Wasserskianlage, da muss man das Seil durch entsprechende Fahrtechnik möglichst auf Spannung halten und gggf. etwas mit der Armlänge abpuffern. Was evtl. gehen könnte wäre eine Art Rollleach zu basteln die der Foiler nach Bedarf irgendwie arretieren kann. Vieleicht geht auch eine Rollleach mit einer Art Bremse die sich dann nur recht schwerfällig wieder abrollt sodass man immer leichten Zug für das Foil hat. |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Benutzer
Registriert seit: 04/2009
Beiträge: 41
|
Ich sehe das so, das es an der richtigen Fahrtechnik liegt.
Die Foilgeschwindigkeit wird schneller als das Boot bei gleichbleibenden Tempo. Das bedeutet das du als Foiler dein Speed aktiv kontrollieren musst um die erforderliche Leinespannung ständig zu halten. Du kannst es mit entsprechenden carving wie beim Snowboarden oder Skifahren versuchen und auszugleichen. Vorausgesetzt du stehst schon sicher genug auf dem Board. Zweite Möglichkeit wäre die Geschwindigkeit mit kurzen touch downs in der up down Pichtachse abzubremsen. Die Herausforderung ist aber genau im richtigen Moment der kommenden Leinenspannung den Start hinzubekommen. |
|
|
|
|
|
#6 | |
|
Benutzer
Registriert seit: 08/2024
Beiträge: 24
|
Zitat:
Man kann mit dem Wakeboard trotz miesem Glide auch völlig problemlos die Zugleine durchhängen lassen bei Fahrfehlern oder auch bewusst. Fahrtechnik gleicht das aus. |
|
|
|
|
|
|
#7 |
|
Binnen-Wellenreiter
Registriert seit: 07/2005
Beiträge: 2.938
|
... und erst Recht keine Tips geben, wenn man nicht weiß wovon man spricht, insbesondere bei potentiell gefährlichen Übungen, ansonsten am besten den eigenen Erfahrungshintergrund dazu schreiben.
![]() Ich bin jetzt seit gut 6 Jahren regelmäßig mit Foil hinter 15 - 50 m Booten mit 15 - 300 t und 8 - 14 knt, zuletzt gestern, zusammen sicher 300 km gemacht. Nur eine Leine zwischen Boot (15 t) und mir hatte ich in der Zeit nur 2 mal, für nicht mal 3 km verwendet, und das mit gutem Grund: @Tomekkk: wie immer kann man sehr viel konstruieren, um hier dem Bedarf Längendehnung um mehrere Meter inkl. geeigneter Dämpfung näher zu kommen. Aber selbst wenn man es schafft dem Ganzen auch noch eine bootsseitige Trennvorrichtung inkl. absolut aufmerksamen Auslöse-Buddy hinzuzufügen, bleibt es gefährlich. Und das gilt bereits bei kleinen Sportbooten aber insbesondere hinter einem geschätzt mindestens 25 m / 40 Tonnen "12 kn Stahlverdränger". Du kannst ja mal rein imaginiert einen 40 Tonner mit nur 6 knt ins eine Ende einer erdachten Leinen hängen und rollen lassen und dicht eingeschnürt mit Foil ans andere Ende am Boden fixieren. Die 40 Tonnen werden nicht stehen, bevor Dein Foil sich durch alle Deine Körperteile durchgearbeitet hat. Wenn Du Dich bei 12 knt im Wasser, gewollt oder nicht, quer legst, solltest Du aus Stahl oder Beton sein, alles andere wird dem Wasserdruck nicht standhalten, und da sind die potentiell mit eingeschnürten Foil-Messern noch nicht eingepreist. Zur Mahnung gegen Dummheiten, kann jeder für sich aussuchen, welches Bild grusliger erscheint ![]() (Bilder sind aus 2019; raus gegangen im Wissen, dass es eher kurz und potentiell gefährlich wird, 2te Session ein Jahr später, dann mit passenderem Equipment auch nach 20 min abgebrochen, bevor ich beim Caneri-Man fast eingeschlafen wäre, da "Foil mit Wakeboard-Leine" neben potentiell sehr gefährlich, auch schnell extrem langweilig werden kann. In der Beziehung eine lose-lose Disziplin.) |
|
|
|
|
|
#8 |
|
Benutzer
Registriert seit: 02/2015
Beiträge: 2.190
|
Natürlich ist das akut lebensgefährlich. Das sollte eh jedem klar sein, der sowas macht.
Was ich an Deinem Szenario nicht verstehe: "...und dicht eingeschnürt mit Foil ans andere Ende am Boden fixieren." Wieso "am Boden fixieren"? Wie sollte sowas passieren? Oder meinst Du die Wirkung des Wasserwiderstands, wenn man als eingeschnürtes Mensch-Foil-Paket hinter dem Boot hergezogen wird? |
|
|
|
|
|
#9 |
|
Benutzer
Registriert seit: 04/2022
Beiträge: 78
|
Glaub Horst meint da die Gefahr vom verheddern in dem Seil.
Bis so ein Schiff zum Stillstand kommt, kanns da schnell zu spät sein. Wenn dich dann das Foil noch zusätzlich faschiert, ist doppelt blöd. |
|
|
|
![]() |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
|
|
|