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Alt 28.11.2020, 20:49   #6681
kitesven
gitano
 
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Zitat:
Zitat von ShortSqueeze Beitrag anzeigen
nein, die Aktien gehen natürlich in einen Aufwärtscrash, die Firmen (zumindest die meisten) gibts ja danach immer noch.
Du kannst nur vermeiden langfristig viel Cash zu halten, ansonsten der übliche Mix.
das war mir soweit klar. auch aktien sind ja sachwerte.
was mir "technisch" nicht klar ist, wie werden aktien dann "verrechnet".
also was haben die für einen kurs bei einer, ich übertreibe jetzt mal, weltinflation.
die müssen ja mit irgendeinem wert gestellt werden?
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Alt 29.11.2020, 00:02   #6682
901red
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Das Problem am üblichen Mix scheint mir aktuell, dass Immos immer noch zu teuer, dito Gold, und viele nachhaltige Aktien schon wieder enorm gestiegen sind. Evtl. besser in Firmen direkt investieren? Garagen bauen. Die Kernfrage ist ja, wie generiere ich dauerhaft Einkommen.
901red ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2020, 06:55   #6683
ShortSqueeze
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Zitat:
Zitat von kitesven Beitrag anzeigen
das war mir soweit klar. auch aktien sind ja sachwerte.
was mir "technisch" nicht klar ist, wie werden aktien dann "verrechnet".
also was haben die für einen kurs bei einer, ich übertreibe jetzt mal, weltinflation.
die müssen ja mit irgendeinem wert gestellt werden?
in der Hyperinflation 1924 wurden die einfach durchgehandelt. Index verdoppelte sich halt wochenweise.
In der damaligen Krise fielen die Aktien anfangs kurz, dann explodierten sie. Allerdings nur nominal. Real gegen einen Warenkorb behielten sie ganz grob den Wert wenn man vor und nach der Hyperinflation betrachtet.

Zitat:
Zitat von 901red Beitrag anzeigen
Das Problem am üblichen Mix scheint mir aktuell, dass Immos immer noch zu teuer, dito Gold, und viele nachhaltige Aktien schon wieder enorm gestiegen sind. Evtl. besser in Firmen direkt investieren? Garagen bauen. Die Kernfrage ist ja, wie generiere ich dauerhaft Einkommen.
wieder die Gegenfrage: zu teuer verglichen mit was ?
Mit den Währungen, bereinigt um die Neuschaffung von Zentralbankgeld sind die Aktien gar nicht gestiegen. Sie reflektieren eigentlich nur den Wertverlust des Geldes.
Überhaupt geht es meiner Ansicht nach nicht mehr um ein dauerhaftes reales Einkommen aus Vermögen. Ich denke diese Zeiten sind erstmal vorbei.
Würde mehr auf Werterhalt setzen als positives Szenario.
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Alt 29.11.2020, 09:56   #6684
Ratte im Labyrinth
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Zitat:
Zitat von 901red Beitrag anzeigen
Das Problem am üblichen Mix scheint mir aktuell, dass Immos immer noch zu teuer, dito Gold, und viele nachhaltige Aktien schon wieder enorm gestiegen sind. Evtl. besser in Firmen direkt investieren? Garagen bauen. Die Kernfrage ist ja, wie generiere ich dauerhaft Einkommen.
Die Perzeption steigender Assetpreise entsteht ganz zwanglos aus der Perspektive dass wir unsere Einkommen für ungefähr konstant halten (sind sie ja auch nominal). Unterstützt durch die Tatsache, das die Preise für tägliche Verbrauchsgüter in etwa konstant sind (sind sie ja auch nominal). Daher wundern wir uns über die galoppierenden Preise für Vermögenswerte und empfinden sie als teuer.

Wir sollten uns aber besser darüber wundern, dass trotz der offensichtlichen Geldentwertung (die wir an steigender Geldmenge und steigenden Preisen für Vermögenswerte doch glasklar sehen) unsere sinkenden Realeinkommen (noch) nicht dazu führen dass unsere Kaufkraft im Alltagsleben sinkt. Und uns fragen, (nicht ob sondern) wann dieser Effekt denn auch einsetzen wird – und was in unserer Gesellschaft dann passiert.

Eine offensichtliche Möglichkeit dieses Szenario (der beschleunigt steigenden Preise für Vermögenswerte) zu spielen, ist natürlich der teilweise schuldenfinanzierte Kauf von Assets. Etwa, die eigene Immobilie nicht unnötig zu entschulden, sondern die gewonnene Liquidität in weiteren Vermögenswerten zu parken und sich über die reale Entwertung der Schulden zu freuen. Allerdings dürfte auch dieser Ansatz gegen die Wand fahren, wenn es irgendwann tatsächlich zu einer Währungsreform kommen sollte - und sich die Schulden dabei (durch asymmetrische Umtauschverhältnisse zwischen Guthaben und Verbindlichkeiten) einer Wiederauferstehung erfreuen…


Geändert von Ratte im Labyrinth (29.11.2020 um 12:08 Uhr)
Ratte im Labyrinth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2020, 10:09   #6685
ShortSqueeze
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die Realrendite ist von 2.5 im Jahr 2007 auf jetzt -1.5% gefallen (5 jährige Anleihen).
Wie attraktiv sind Anleihen z.B. für Langfristanleger aktuell im Vegleich zu vor 13 Jahren ?
Mit 2.5% Real konnte man REAL sein Vermögen in knapp 30 Jahren verdoppeln.
Aktuell mit -1.5% hat man im selben Zeitraum 1/3 verloren.
Der Unterschied ist dramatisch und wenn man langfristig denkt wundert man sich eher, warum viele Assets gegen Anleihen nicht noch stärker gestiegen sind.
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Alt 29.11.2020, 22:49   #6686
901red
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Besten Dank für das „Einsortieren“.

Viele Grüße
O.
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Alt 30.11.2020, 00:11   #6687
SharkRider
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Was mich daran am meisten ankotzt, sind die ganzen Steuern und Abgaben.

E.g. wenn mein Depot im Schnitt jedes Jahr 5% Wertzuwachs hat, bei gleichzeitig 5% realer Inflation; würde ich ja rechnerisch meine Kaufkraft zumindest erhalten. Tue ich aber nicht, weil ich die Kursgewinne (die ja nur die Inflation ausgleichen!!) mit 26,5% versteuern muss. Ich verliere also 1/4 meines Geldes. Zukünftig kommt dann noch eine Wertpapier Transaktionssteuer, die Trading zusätzlich verteuert. Als Kleinanleger muss ich das zahlen, als Großinvestor Gründe ich ne Firma auf Malta, Zypern etc.

Beim Kauf von Immobilien sind auch sofort ca. 12-15% weg... (Kaufnebenkosten). Letztlich verliert man so oder so. Egal wie man es dreht.

Vermutlich wäre es das vernünftigste, kein Vermögen anzuhäufen - also alles für schöne Urlaube, Autos, etc. zu verprassen. Leistung wird ja ohnehin nur durch mehr Abgaben belohnt... Als Leistungsträger komm ich mir jedenfalls verarscht vor.
Top Steuerzahler, wenig Aussichten auf eine vernünftige Immobilie in der Nähe meiner Arbeit, ein gieriger Staat der sich an meinem Depot vergreift.


Auswandern wird immer attraktiver. Allerdings sind solche Krisen/Effekte meist global. Man kann sich ihnen nicht entziehen. Und wer glaubt Gold wäre die Lösung. Der Staat wird Wege finden, auch darauf Steuern zu erheben. Die ganzen Schulden, die jetzt gemacht werden, muss ja irgendwer bezahlen. Auch negative Zinsen ädern daran nichts. Dann zahlt es halt der Anleger/Sparer.
SharkRider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2020, 10:56   #6688
kitesven
gitano
 
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Zitat:
Zitat von SharkRider Beitrag anzeigen
Auswandern wird immer attraktiver. Allerdings sind solche Krisen/Effekte meist global.
Homeoffice in der Sonne.
Griechenland will „digitale Migranten“ mit Steuervorteilen anlocken.

Wer sein Homeoffice nach Griechenland verlegt, um von dort zu arbeiten, bekommt in den nächsten sieben Jahren die Hälfte seiner Einkommensteuer erlassen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor

https://www.morgenpost.de/vermischte...der-Sonne.html
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2020, 13:00   #6689
Lars Vegas
Kirmesschlosser
 
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Zitat:
Wer sein Homeoffice nach Griechenland verlegt...
ich kann mir schon das übele Straßenbild voller Lullihipstern in Flipflops mit einem Macbook unter dem Arm vorstellen.

Zitat:
die Aktien gehen natürlich in einen Aufwärtscrash,
Zitat:
Hyperinflation 1924 wurden die einfach durchgehandelt. Index verdoppelte sich halt wochenweise
das muss aber nicht so sein, oder? Ich denke z.B. gerade an die Türkei oder an Argentinien vor einem Jahr. Ist das da auch so gewesen? Ich hab da nichts in die Richtung "explodierende Aktien" finden können. Eher im Gegenteil.

Zitat:
Die Perzeption steigender Assetpreise entsteht ganz zwanglos aus der Perspektive dass wir unsere Einkommen für ungefähr konstant halten (sind sie ja auch nominal). Unterstützt durch die Tatsache, das die Preise für tägliche Verbrauchsgüter in etwa konstant sind (sind sie ja auch nominal). Daher wundern wir uns über die galoppierenden Preise für Vermögenswerte und empfinden sie als teuer.

Wir sollten uns aber besser darüber wundern, dass trotz der offensichtlichen Geldentwertung (die wir an steigender Geldmenge und steigenden Preisen für Vermögenswerte doch glasklar sehen) unsere sinkenden Realeinkommen (noch) nicht dazu führen dass unsere Kaufkraft im Alltagsleben sinkt. Und uns fragen, (nicht ob sondern) wann dieser Effekt denn auch einsetzen wird – und was in unserer Gesellschaft dann passiert.

Eine offensichtliche Möglichkeit dieses Szenario (der beschleunigt steigenden Preise für Vermögenswerte) zu spielen, ist natürlich der teilweise schuldenfinanzierte Kauf von Assets. Etwa, die eigene Immobilie nicht unnötig zu entschulden, sondern die gewonnene Liquidität in weiteren Vermögenswerten zu parken und sich über die reale Entwertung der Schulden zu freuen. Allerdings dürfte auch dieser Ansatz gegen die Wand fahren, wenn es irgendwann tatsächlich zu einer Währungsreform kommen sollte - und sich die Schulden dabei (durch asymmetrische Umtauschverhältnisse zwischen Guthaben und Verbindlichkeiten) einer Wiederauferstehung erfreuen…
Ich zitiere alles, weil da ganz viel input ist. Sauber auf den Punkt.
In Zahlen:
Zitat:
die Realrendite ist von 2.5 im Jahr 2007 auf jetzt -1.5% gefallen (5 jährige Anleihen).
Wie attraktiv sind Anleihen z.B. für Langfristanleger aktuell im Vegleich zu vor 13 Jahren ?
Mit 2.5% Real konnte man REAL sein Vermögen in knapp 30 Jahren verdoppeln.
Aktuell mit -1.5% hat man im selben Zeitraum 1/3 verloren.
wobei ich in einem asymetrischen Umtauschverhältnis lieber pari bin. Wenn die Bank plötzlich kommt und dir aus "betrieblichen Gründen" deinen Hauskredit kündigt, nützt es dir auch nicht dass sich das Geld (deine Schuld) inflationsgalopiert entwertet. Du musst gleich zurückzahlen!
Lars Vegas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2020, 13:25   #6690
kitesven
gitano
 
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Zitat:
Zitat von kitesven Beitrag anzeigen
Homeoffice in der Sonne.
Griechenland will „digitale Migranten“ mit Steuervorteilen anlocken.

Wer sein Homeoffice nach Griechenland verlegt, um von dort zu arbeiten, bekommt in den nächsten sieben Jahren die Hälfte seiner Einkommensteuer erlassen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor

https://www.morgenpost.de/vermischte...der-Sonne.html
ach hier guck mal

Mit Laptop am Strand Darf Homeoffice an Urlaubsort verlegt werden?
Urlaub und Reisen fallen für viele Menschen 2020 aus, ebenso der Weg ins Büro. Viel mehr Menschen denn je arbeiten im Homeoffice. Kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Tui bietet bereits Hotelzimmer zum Arbeiten an. Nur: Ist das für Arbeitnehmer überhaupt erlaubt?

https://www.n-tv.de/mediathek/videos...e22202748.html
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2020, 14:51   #6691
ShortSqueeze
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Zitat:
Zitat von Lars Vegas Beitrag anzeigen

das muss aber nicht so sein, oder? Ich denke z.B. gerade an die Türkei oder an Argentinien vor einem Jahr. Ist das da auch so gewesen? Ich hab da nichts in die Richtung "explodierende Aktien" finden können. Eher im Gegenteil.
Dann guck mal genauer hin:
Argentinien Merval macht aktuell ATH.

Besseres Beispiel aber Venezuela, hier gibt es ja die größte Inflation derzeit:

Venezuela Caracas Stock Index:
Index 2018 4000 Punkte
Aktuell 94.000 Punkte
+2000 %

Natürlich wäre es viel besser gewesen einfach in Dollar oder Gold investiert zu sein. Die Aktien sind real ziemlich gefallen, der sozialistische Traum (mehrfach wurde Hugo Chaves ja von den Linken hierzulande als Vorbild gefeiert) ist krachend gescheitert, wie alle derartigen Versuche vorher ja auch.
Aber trotzdem hab man gegenüber der eigenen Währung das bessere Geschäft gemacht.

Es ist eine der größten Denkfehler die man derzeit überhaupt am Aktienmarkt machen kann die Aktienindizes mental nicht von den Währungen zu entkoppeln. Das ist genauso sinnlos wie Distanzen in der Physik in einer Einheit zu messen die immer kürzer wird.

An sich müsste man die Indizes in einer virtuellen Einheit messen, die Geldmenge, Inflation, Zinsen etc. beinhaltet. Würde man das machen, wären viele Aktien derzeit immer noch unterbewertet.
Trotzdem gibts meiner Ansicht nach eine Korrektur demnächst, was aber wie immer einfach nur eine weitere Kaufgelegenheit ist.
ShortSqueeze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2020, 15:45   #6692
Lars Vegas
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Zitat:
Dann guck mal genauer hin:
Das stimmt. ATH wie in vielen Ländern.
Wenn man den Zeitraum ab ca 2012 betrachtet sehr deutlich zu sehen.
Ich hab mir ab Sommer 2018 angesehen und da sieht man das nicht so deutlich. Der Peso hatte Anfang 2017 17Peso/1Euro und heute 97Peso/Euro. Der Merval hat in dem Zeitraum so um 100% gemacht gemacht.

Also wenn es zu so einem Szenario kommen sollte, dann muss man am besten raus aus der Währung. Aber das kann ja auch nicht jeder machen. Siehe Beispiel Schweiz, viele gehen in den Franken → das verteuert schweizer Produkte und Dienstleistungen→ will keiner haben→ schweizer Wirtschaft und Bevölkerung guckt in die Röhre
Lars Vegas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2020, 15:48   #6693
901red
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@ShortSqueeze

bist du weiterhin in diesen beiden investiert?

DBX1MA
DBX0NK

Spiele ebenfalls mit dem Gedanken als langristige Anlage.



Dank und Gruß
O.
901red ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 09:13   #6694
ShortSqueeze
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Zitat:
Zitat von 901red Beitrag anzeigen
@ShortSqueeze
bist du weiterhin in diesen beiden investiert?
DBX1MA
DBX0NK
O.
ja, das sind sehr langfristig angelegte Investitionen.
Ich gehe trotz der VErsuche der USA China klein zu halten davon aus, daß sich letztendlich China stärker entwickeln wird als USA oder Europa.
ShortSqueeze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 09:38   #6695
Wassermann
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Zitat:
Zitat von ShortSqueeze Beitrag anzeigen
Würde man das machen, wären viele Aktien derzeit immer noch unterbewertet.
Trotzdem gibts meiner Ansicht nach eine Korrektur demnächst, was aber wie immer einfach nur eine weitere Kaufgelegenheit ist.
Dann hau doch mal raus

Siehst Du nach wie vor die US Industrie unterbewertet ?

Und was machst du in China ? Da hab ich mal so gar keine Ahnung.

Ich bin bisher immer ganz gut damit gefahren das zu kaufen was ich kenne bzw. mir vorstellen kann. Das bedeutet aber leider oft auch die ganz großen Chancen nicht mit zu nehmen.....

Ich denke nach wie vor das die Australier im Fahrwasser von China bzw. Asien allgemein einen weiteren Boom erleben werden. Die brauchen einfach nur an der richtigen Stelle zu graben und das dann verkaufen. Lucky country
Wassermann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 10:59   #6696
Ratte im Labyrinth
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Falls von Interesse:

Wie wir es eventuell doch noch zu steigenden Zinsen in der Eurozone (und dann wohl auch einer beschleunigenden "echten" Inflation oder zumindest Schuldenkrise) schaffen könnten - einfach weiter über einen Schuldenschnitt durch EZB/nationale Zentralbanken zugunsten unserer südländischen Freunde diskutieren...

Cancelling ECB-held debt? The worst idea of the year

In financial terms, cancelling public debt held at the central bank could backfire badly. It would breach a taboo. Because it would not confer any serious benefits to any government, investors may see it as a trial run for a broader debt restructuring at their expense. As a result, risk premia for bonds of highly indebted countries may soar. That would make it more difficult for the public sector as well as for households and companies in the country concerned to finance themselves. Instead of debt relief, the result may be a greater risk of a debt crisis.

https://www.berenberg.de/fileadmin/w...d_bad_idea.pdf
Ratte im Labyrinth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 11:54   #6697
ShortSqueeze
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Zitat:
Zitat von Ratte im Labyrinth Beitrag anzeigen

Cancelling ECB-held debt? The worst idea of the year
nachdem wir ja jetzt alle gemeinsam für die Schulden z.B. der Italiener haften ist und damit beliebig erpressbar geworden sind ist klar, daß die Forderungen der Südländer zukünftig immer unverschämter werden.
Die interessante Frage - wie weit kann man noch gehen ohne daß es zu einer Vetrauenserosion in den Euro insgesamt kommt ist sehr schwer zu beantworten. Hätte mich jemand vor 10 Jahren gefragt was man so alles anstellen kann und das System funktioniert trotzdem noch irgendwie - ich hätte das nie für möglich gehalten. Muss ich leider zugeben.

Was aber sicher nie passieren wird:
Einen Zinsanstieg, der die gesteigerten Risiken angemessen in die Renditen der Anleihen einpreist.
Denn das können sich die Staaten schlicht nicht mehr leisten, dieser Zug ist abgefahren.
Daher gibt es nur diese 2 Optionen:
A) weiterhin Zinsen nahe Null
B) Systemcrash

Der Übergang von A nach B wird sich, wenn er irgendwann passiert in wenigen Tagen/Wochen ereignen. Und eine angemessene Umschichtung in die dann richtigen Assets (Gold etc.) wird kaum möglich sein.
ShortSqueeze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 12:32   #6698
Wassermann
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Das "Ziel" hinter einem Systemcrash ist ja im weitesten Sinn ein Reset der Staatsfinanzen. Es ist also anzunehmen das so etwas entweder aus Eigendynamik oder geplant quasi über Nacht passiert. Nur so macht es ja Sinn, bzw. führt dazu das diejenigen die die Rechnung bezahlen sollen sich nicht rechtzeitig davor schützen können.

Hat ja schonmal jemand gesagt: das Geld bzw. genauer die Vermögenswerte werden ja nicht weniger, sie gehören danach nur jemand anderem.

Also sollte man am besten seine Dinge sortieren und in Sicherheit bringen bevor es soweit kommt. Die entscheidenden Fragen sind halt wo und wie ?

Aktien, Immobilien, Gold, Auslandswährung und wieder wenn ja wo und wie aufteilen ?

Wer aktuell die Diskussion um die Finanzierung der Corona Rechnung mitbekommt kann zu dem Schluß kommen, das es unter Umständen nicht mehr so lange dauert bis das Kartenhaus fällt....

Ich denke mal das ich das in diesem Thread so sagen kann ohne in die Ecke der "NWO Theroretiker" zu geraten.
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Alt Gestern, 12:55   #6699
kitesven
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Zitat:
Zitat von ShortSqueeze Beitrag anzeigen
B) Systemcrash
brot und spiele...

ich glaube nicht an so einen richtigen systemcrash.
weil ich glaube das dann ECHTES blut die europäischen straßen runter fließt.
man konnte ja schon öfter bei entsprechenden gelegenheiten beobachten, wie panisch leute vor den geldautomaten standen und sich um den platz in der schlange prügelten.

wenn die leute nix mehr zu fressen haben und sich den flachbildfernseher für fußball gucken nicht mehr kaufen können.
dann knallt es richtig!

und das KANN NICHT im interesse der "reichen&mächtigen und eliten" sein.
siehe französische revolution.

da haben die kein bock drauf
und deswegen wird lieber weiter geld gedruckt.
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 12:57   #6700
Ratte im Labyrinth
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Unicredit -8% in einem (schon seit Wochen und auch heute) starken Markt für Banken.

CEO geht wg. einer Streiterei über eine vom Staat forcierte Übernahme einer kaputten italienischen Regionalbank. Keine materiellen Neuigkeiten zum Geschäft selbst.

=> kleiner buy-the-dip-Zock


Geändert von Ratte im Labyrinth (Gestern um 13:15 Uhr)
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Alt Gestern, 13:45   #6701
Ratte im Labyrinth
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Zitat:
Zitat von ShortSqueeze Beitrag anzeigen
Was aber sicher nie passieren wird:
Einen Zinsanstieg, der die gesteigerten Risiken angemessen in die Renditen der Anleihen einpreist.
Denn das können sich die Staaten schlicht nicht mehr leisten, dieser Zug ist abgefahren.
Daher gibt es nur diese 2 Optionen:
A) weiterhin Zinsen nahe Null
B) Systemcrash
Sehe ich auch so.

Momentan denke ich, dass wir trotz allem vom Systemcrash noch ein gutes Stück weit weg sind - vorausgesetzt, diese Schuldenschnittphantasien nehmen nicht weiter Fahrt auf. Ich nehme als wahrscheinlichstes Szenario für die nächsten Jahre einen Zustand an, in dem zusätzlich zur weiter beschleunigenden Assetinflation auch die Verbraucherinflation irgendwann etwas anspringt und der marode Karren so noch eine Weile länger fahrtauglich bleibt.

Steigende Verbraucherinflation wird aber nicht ohne simultane Steigerung der Löhne funktionieren, sonst gibt es Krawall. Ohnehin wird Inflation zu einem guten Teil über steigende Löhne gemacht - die Löhne des einen sind schliesslich die Ausgaben des anderen, direkt oder indirekt über Preise der konsumierten Produkte. Dies um so mehr, je weniger Globalisierungseffekte gegensteuern können (niedrigere Löhne anderswo und mehr Wettbewerb drücken auf Preise).

Ich denke es lohnt sich, Themen wie Mindestlohndebatten/Tarifverhandlungen/Grundeinkommen sowie Deglobalisierungsbestrebungen auch vor diesem Hintergrund im Auge zu behalten.


Geändert von Ratte im Labyrinth (Gestern um 14:00 Uhr)
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Alt Heute, 09:16   #6702
ShortSqueeze
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Zitat:
Zitat von Ratte im Labyrinth Beitrag anzeigen
Sehe ich auch so.

Momentan denke ich, dass wir trotz allem vom Systemcrash noch ein gutes Stück weit weg sind - vorausgesetzt, diese Schuldenschnittphantasien nehmen nicht weiter Fahrt auf.
die Physik sagt, daß man die Stabilität eines Systems ganz alleine aufgrund der Zeitdauer der Existenz einschätzen kann wenn alle anderen Parameter unbekannt sind.
Während die Crashpropheten also der Ansicht sind, daß ein Crash umso wahrscheinlicher wird, je weiter man ihn hinaus zögert, ist in Wahrheit genau das Gegenteil der Fall.
Und so kann ich auch nicht sagen ob und wann es zu einem Währungscrash kommt. Meiner Ansicht nach kann das keiner. Gehe aber davon aus, daß ich es noch erleben werde.
Es macht jedenfalls absolut keinen Sinn darauf zu spekulieren oder sich ständig abzusichern, was auf Dauer zu viel Rendite kostet.
Mit einem guten Mix an Aktien, Gold und Immo wird man das dann irgendwie überstehen.
ShortSqueeze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 12:49   #6703
Ratte im Labyrinth
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Zitat:
Zitat von AXXI Beitrag anzeigen
Ich verstehe nicht, warum die Industriemetalle Kupfer und Zinn recht teuer sind. Ich dachte, die Preise gehen in die Knie wenn die Wirtschaft schwächelt.

Oder wird wegen COVID weniger produziert?
Spekulationsobjekte werden das wohl kaum sein, oder doch?

Ich muss bald Kupfer und Zinn physisch kaufen.
Meint ihr die Preise werden bald sinken?
Weil wir es im September davon hatten - Kupfer:

Kupferpreis seitdem schon ca. +15%
Freeport +48%
Glencore: +33%

Nichtsdestoweniger ruft Goldman jetzt den "structural bull market" für Kupfer aus, mit Verweis auf China und e-Autos/erneuerbare Energien.

China, the world’s second-biggest economy, has imported a record amount of refined copper this year due to voracious commercial demand and government stockpiling.
“This current price strength is not an irrational aberration, rather we view it as the first leg of a structural bull market in copper,” said Nicholas Snowdon, analyst at Goldman Sachs.


https://www.ft.com/content/36fe5230-...0-fd211f655347


Entsprechend gibt es auch schon die ersten lustigen Exzesse im Kleinanlegermarkt: irgendwelche wilden Börsenbriefe greifen den Goldman-Report auf um Pennystocks zu treiben:

https://www.wallstreet-online.de/nac...tieren-maximal

Das beschworene "Surge Copper" ist eine winzige kanadische Explorationsbude mit genau null Umsatz und ein paar 100k Kosten (= Verlust) pro Jahr. Immerhin CAN$55m market cap. Hiess früher mal Gold Reach Resources...vermutlich haben sie leider kein Gold gefunden und versuchen es nun mit Kupfer...
WKN A2JENX

Und was macht die Aktie? Springt um 30% hoch....wie in guten alten Zeiten


Geändert von Ratte im Labyrinth (Heute um 13:07 Uhr)
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