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Kitesurfen Achtung: Bitte Vorgaben beachten!

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Alt 06.04.2021, 17:46   #41
wilfried-o-e
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Ich meld' mich mal wieder. So hab' ich den Thread gemeint .

Ich musste oft lachen und vieles hat mich an eigenes erinnert, z.B. die ersten 7 Tage von dir, Sundevit, top.

Es waren gar keine "Fehler", irgendwie gehörte es bei mir im Anfang dazu, dass ich z.B.150 m rausfuhr, 150 zurück und dann mit nem C-Kite, den man kaum depowern kann, 100 m durch hüfttiefes Wasser zu Fuß u. gegen den Wind "Höhe laufen" musste um wieder am Startpunkt zu stehen. Und das ging viele Tage so bei mir, sehr viele.

Und meine Körper-Not-Bremsungen, weil ich die Kante nicht halten konnte und plötzlich sauschnell wurde: bei Fullspeed ins Wasser setzen, das hatte was von Darmspülung.

Oder dass ich x mal die Leinen verheddert hatte, aber richtig verheddert (mit der 5. dabei).

Und wie oft ich abgeholt wurde von irgendwelchen Booten, z.B. in Kroatien, wo der Steinstrand zum Ein-u. Ausstieg ziemlich schmal war und es Pflicht war, die Höhe zu halten, was ich aber noch nicht konnte und trotzdem auf's Wasser musste, immer wieder...

Hier eine Geschichte mit Lerneffekt: Kapverden, Saal, eta 2m-Dünung, die Welle brach nicht, sie rollte "nur", aber für meine (Baggersee)-Kompetenz schon etwas angsteinflößend.

Wir wollten zu zweit nen Downwinder machen, etwa 3 km weit. Den Hauptspot, wo sich die Kiter tummeln, hatten wir schon verlassen. Ich fuhr "gefühlt alleine" und etwas weit draußen.

Irgendwann nach ner überquerten Welle Richtungswechsel, Schirm rüber, dichtholen, bumm: da war ein Typ wenige Meter u. genau in meiner Linie vor mir (also ursprünglich vorher ziemlich direkt hinter mir).

Ich wollte den Schirm oben oder unten rum lenken, ich weiß es nicht mehr ganz genau, einen Versuch hatte ich, maximal einen. Und schon waren wir mit den Leinen zusammen, fielen beide rein, einer verlor sein Brett, der andre den Mut, zwischendurch hatte ich -ehrlich gesagt - ordentlich Angst die auch nicht unbegründet war. Beide Schirm zogen mächtig, jeder hing verwickelt an seiner Bar, der andere, wir konnte uns in Englisch verständigen, löste aus, zum Glück keine Totaltrennung. Das half ihm (u. mir) aber auch nicht. Die heftig ziehende Kraft blieb auf beiden Bars und jeder von uns spürte sie. Es ging mit Kraft und Bugwelle vor dem Körper in Richtung Land, minutenlang. Ich denke 15 Minuten, es fühlte sich an wie irre lange, weil -zumindest ich- keinen Plan hatte, diese ziehende Kraft zu minimieren. Die Schirme waren hoffungslos ineinander verheddert. Wenigstens so, dass man sie nicht mit einem durchdachten Manöver hätte wieder trennen können.

Mein Kumpel kam an u. fragte was er machen könnte. Nix. Außer: zum Strand fahren und uns beim Ankommen und Schirm landen helfen. Das tat er auch und es ging alles gut aus.

Der Wind hatte noch zugelegt, die 10er Schirme waren ordentlich angebraten, auch als wir später wieder losfuhren.

Was kann ich daraus mitnehmen?:

- Es ist gut, dass nicht einer ganz ausgelöst hat, sonst hätte der andere das doppelte Kraftpaket niemals halten können.

- Mein logischer Fehler war: Ich habe mich vor'm Richtungswechsel nicht umgesehen. Eigentlich mache ich das immer, aber wem ist das noch nicht passiert? Vergessen, blöd gelaufen.

- Der andere hätte nicht in meiner Linie dicht hinter mir fahren sollen. Das gilt seitdem auch für mich.

- Aber den größten Fehler meinerseits sehe ich so: Als ich sah, dass es -für mich völlig überraschend- sehr eng werden wird, bin ich trotzdem inclusive sofortigem Ausweichmanöver-Versuch weiter in die Richtung gefahren, die ich eingeschlagen hatte, und damit direkt auf den anderen zu. Warum? Weil ich das im Kopf so programmiert hatte: "Ich will jetzt wenden und zurück Richtung Ufer." Hätte ich stattdessen sofort zurück aufs Meer gelenkt, wäre sehr sicher nichts passiert.

Das sehe ich öfter: einer fährt in seine "Wunschrichtung", es kommt ihm nicht nur ein anderer entgegen, ein dritter ist auch noch da (wie auch immer positioniert). Dass das eng wird, sieht jeder. Und dann versucht man trotzdem, jetzt knapp aneinander vorbeizukommen, mit dem Gefühl "Hoffentlich geht das jetzt noch gut." Dabei wäre die Lösung sehr einfach: sofort zurück lenken und um 180 Grad in die Richtung die man zwar nicht im Kopf hatte, die aber den meisten Platz hat und den nahenden Zusammenstoß sofort "auflöst".
wilfried-o-e ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2021, 18:05   #42
8nemo0
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Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
Dabei wäre die Lösung sehr einfach: sofort zurück lenken und um 180 Grad in die Richtung die man zwar nicht im Kopf hatte, die aber den meisten Platz hat und den nahenden Zusammenstoß sofort "auflöst".
Diese „Rücksicht/Einsicht“ ist leider an den meisten Spots ausgestorben!
Obwohl es die einzige richtige Entscheidung ist!
8nemo0 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2021, 18:09   #43
kitesven
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Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
Dabei wäre die Lösung sehr einfach: sofort zurück lenken und um 180 Grad in die Richtung die man zwar nicht im Kopf hatte, die aber den meisten Platz hat und den nahenden Zusammenstoß sofort "auflöst".
das nennt man in den regeln "manöver des letzten augenblicks" und ist eigentlich schon viel zu spät.
gut wäre schon mal wenn die leute verstehen würden das es keine "vorfahrt" auf dem wasser gibt.
sondern nur ausweichpflicht und kurshaltepflicht* und wann man womit dran ist!



*
kurshaltepflicht (nicht vorfahrt), weil sich der ausweichpflichtige darauf verlassen können muss, das du da bleibst wo du bist, und nicht plötzlich BEIDE abfallen. dann knallt es nämlich auch.
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2021, 07:39   #44
sixty6
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@ Wilfried - was man hatte besser tun können:
1. VOR dem Richtungswechsel IMMER in die neue Richtung schauen, hattest Du ja bereits gesagt...
2. Kiter in Lee sofort! Kite runter lenken (das gilt eigentlich immer!), notfalls Kite aufs Wasser schmeißen.
3. Als Ihr bereits verheddert wart, hättet ihr beide Kites Richtung Ufer aufs Wasser legen sollen und Euch dann beide von den Kites trennen sollen und außerhalb der Leinen zur Kappe schwimmen und die Kites hinterherziehend ans Ufer schwimmen.
4. NIEMALS ! und schon garnicht alleine oder nur zu zweit vom Kitebeach Richtung Lehme Bedje nach Santa Maria einen Downwinder machen! Weiter draussen und um das Kap herum ist ne starke Strömung nach Lee Richtung offenes Meer hinaus (vor einigen Jahren wurde das auch einem (Vater von 3 Kindern, deutsch) zu Verhängnis - der wurde nie mehr gefunden!!!)). Außerdem ist um das Kap dann der Wind nicht mehr side- sondern 100% offshore und die Bebauung weiter Richtung Santa Maria erlaubt kaum noch Höhehalten, sodass man dann als weitere Gefahr auch noch am Kap Sinho , dem letzten rettenden Ufer vorbei treiben kann.
Zudem gibt es am Kite Beach sehr oft portugiesische Galeeren. Erwischt man eine der bis zu 30m lanken Tentakeln mit den Füßen/Beinen... dann kann man alleine dadurch schon in große Probleme kommen und man treibt schön im Haiverseuchten Wasser...
5. ergo - dort immer mit Schuhen surfen/kiten, die bis unter den Anzug gehen, natürlich keine Shortys/Boardshorts dort fahren. Beides empfielt sich auch noch deswegen, da ca. 1km in Lee der gelbe Sand in ein gleichfarbenes scharfes Lavagestein übergeht, das extrem scharf ist. Vom Wasser sieht das ebenfalls aus wie Sand. Muss man da raus, dann zerschneidet man sich im günstigsten FAll nur die Füße.

6. Sich eingehend mit dem Spot, seinen Besonderheiten und Gefahren informieren, bevor man (da) aufs Wasser geht UND SICH VORHER EINEN PLAN B ÜBERLEGT - z.B. was mache ich wenn der Wind nachlässt und ich nicht mehr Höhe halten kann und dadurch am Kap vorbeitreibe Richtung offenes Meer...

Zusammengefasst: Öfter mal das Hirn benutzen!!! - Da schließe ich mich gerne mit ein.


Geändert von sixty6 (07.04.2021 um 08:06 Uhr)
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Alt 07.04.2021, 18:41   #45
get-blown
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Reden

Oh Mann ��was man hier so liest....das scheint ja tatsächlich zu einer kitekarriere dazu gehören. Fühle mich ebenfalls an viele Situationen erinnert. Kurzes Resumee was mir so spontan einfällt....geht auch alles in die Kategorie Hirn einschalten oder als Erfahrung "das passiert mir nur einmal" verbuchen��

Fehler Nr.1: Neuer kite, sonniger Tag, kaum Wind aber ablandig, komm lass mal hoch schmeißen und schauen wie sich das Ding fliegt, Wasser arschkalt und nur stylerbuchse an, Hey. ..ich glaub ich habe genug Druck zum fahren. ..gibst mir mal das Board....Ergebnis: 5 Schläge gefahren, Wind abgekackt, kite gedropped, 30min mit kite im Arm im kalten Wasser gegen die Ströhmung erfolglos versucht an Land zu schwimmen....unterkühlt und mit 250 Schlingen von den Leinen um den Beinen durch die Schwimmbewegungen letztendlich von 2 Jungs mit nem Katamaran rausgeholt geworden und 4 Std. Leinen Salat im Garten

Fehler Nr.2: erste Bar mit Quickrelease (vorher gab's nur Alustange mit Handgelenksleash für alle young guns), vorm Ägypten trip schön noch nen neuen 8er kite zugelegt, erste Session, bei Oase sagen ja immer alle du sollst das trainieren mit dem Auslösen und Zusammensetzen des quickrelease, ok und los geht's. ... komisch der kite fliegt aber wirklich weit weg. ...Blick runter....Scheiße. ....leash gerissen....kite in Bauruine in ner Stromleitung hängen geblieben...

Die Liste könnte ich endlos erweitern mit: Bridles in sich verdreht beim Starten, Leine unbemerkt um Barholm gelegt beim Starten...falsche Wahl des Starthelfers. ..falsche kitewahl. ...falscher kitespot....trapez vergessen.....nicht vorausschauend gefahren und Abstand von core Fahrern mit Helm, go pro und rollleash gehalten��...zuviel ruben lenten kiteloopvideos geschaut was meistens in schmerzhaften Nachahmungsversuchen endete...usw. usw.

In den letzten Jahren ists zum Glück weniger geworden....��muss am Alter liegen


Geändert von get-blown (07.04.2021 um 18:54 Uhr)
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Alt 08.04.2021, 00:28   #46
wilfried-o-e
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Zitat:
Sixty6: Zusammengefasst: Öfter mal das Hirn benutzen!!!

"Öfter mal das Hirn benutzen." Das finde ich beleidigend, Sixty6.

Man hätte hier zu (fast) jedem sagen können, angefangen vom ersten Beitrag, (nach meinem Opener): "Mensch Kitesven, wie blöd kann man sein, mit ner beschädigten Steuerleine auf's Wasser zu gehen und dann auch noch so Sprünge zu machen." Aber dafür war der Thread nicht gedacht. Dann wäre er auch nach zwei Beiträgen zu Ende gewesen.

Es ist ein Unterschied, ob ich mich beim Erzählen meiner Geschichte Dussel nenne, oder ob ein anderer mich so betitelt. Oder zum Hirn benutzen auffordert.


Geändert von wilfried-o-e (08.04.2021 um 00:30 Uhr) Grund: ein Wort korrigiert
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Alt 08.04.2021, 01:41   #47
kitesven
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Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
"Öfter mal das Hirn benutzen." Das finde ich beleidigend, Sixty6.
grenzwertig, aber sachlich oft richtig.

Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
"Mensch Kitesven, wie blöd kann man sein, mit ner beschädigten Steuerleine auf's Wasser zu gehen und dann auch noch so Sprünge zu machen."
wars ja auch


Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
Es ist ein Unterschied, ob ich mich beim Erzählen meiner Geschichte Dussel nenne, oder ob ein anderer mich so betitelt. Oder zum Hirn benutzen auffordert.
hast recht.
wenn alle reaktionen so sind, stirbt der topic bald
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2021, 07:44   #48
Mariomm
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Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
"Öfter mal das Hirn benutzen." Dann wäre er auch nach zwei Beiträgen zu Ende gewesen.
Die meisten scheinen das aber verstanden zu haben.

Trotzdem, das ist kein Thread, wo man auf jeden Beitrag irgendeinen blöden Kommentar ablässt.

Also weiter so. Unterhaltet uns mal ein bisschen liebe Leute
Mariomm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2021, 08:37   #49
ShortSqueeze
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Im Sinne einer guten Fehlerkultur ist es verheehrend, wenn jemand von solchen Situationen berichtet und dann kommen Sprüche wie "öfter mal das Hirn benutzen". Das ist noch dämlicher als ein dämlicher Fehler beim Kiten.
In der Fliegerei ist das bei uns leider auch so. Wenn von einem Missgeschick berichtet wird ist die erste Frage immer "wer" und nicht "wie und warum" bzw. wie kann man es vermeiden. Was viel wichtiger wäre als einfach nur "wer".
Eines ist aber klar - Fehler können grundsätzlich jedem unterlaufen. Gerade in der Fliegerei sogar oft die Experten die meinen über den Dingen zu stehen.
Beim Kiten sind auch schon sehr erfahrene Leute gestorben die eben gemeint haben mit ihrem Können kann man auch mal in einer Böenwalze durchkiten.
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Alt 08.04.2021, 09:48   #50
ALL-BLACK
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Standard Deutungshoheit und Imperative

Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
"Öfter mal das Hirn benutzen." Das finde ich beleidigend, Sixty6.

. . . . . . . . . . .
. . .. . ist es auch, wilfried.
Ansonsten siehe ShortSqueeze´s Worte bezüglich Fehlerkultur.

Und ganz persönlich: vermeintliche Deutungshoheit und Imperative sind sixty6´s Schwäche. Wenn man solche Attitüde in Anspruch nimmt, dann sollte man auch ein "Bringer" sein.

*Schuhe tragen am KiteBeach vielleicht gerade 1% der Kiter
*Portugiesische Galeren kommen dort in der Regel nur bei/nach hohen Wellengang vor: habe gestern jemanden noch mal angerufen, der ca 800 Kitetage dort gemacht hat. Einmal etwas am Fuß erwischt worden. Ich selbst ca 150 Kitetage noch nie etwas und noch nie etwas mitbekommen.
*"haiverseucht": ja sie sind da, die großen Fische, aber noch gibt es keine Vorfälle wie z.B. in La Reunion und es ist ganz, ganz selten, dass mal einer gesichtet wird. Ich selbst in 150 Tagen eben noch kein einiges Mal.

Ich glaube, was unbestritten ist, daß man sich über das jeweilige Revier gut informieren sollte und sich der Gefahren bewußt sein sollte.


Zur Sache, bzw @sKiel: . . . . . ..... .. nie wieder Selbststart mit eingehakten Karabiner und eingehängt am Chickenloop, gell?????:
hatte den Kite so gut wie gelandet und sah dann erst das Muschelfeld. Deshalb den Kite noch mal hochgelenkt, um ihn auf der anderen Seite des WF´s zu landen.
Dann kam eine Böe und der Tampen rutschte am Pfahl hoch. Die Bar powert an, ohne dass man sich dessen bewußt ist. Was dann passiert ist wie das Zuschnappen einer Mausefalle.
Die Hinterkante vom Kite fing an zu singen, und das Seil riss: mein letzter kurzer Gedanke "Scheiße". Als nächstes fummelten irgendwelche Leute an mir rum.
Ein Jahr später trafen die mich zufällig wieder am Strand und meinten, ich sei 10 min bewußtlos gewesen. Halte ich für eine Übertreibung, weil in der Not werden Sekunden zu Stunden.

Glück gehabt, dem Mädel, das eine Woche vorher beim Start am Hauptstrand geliftet wurde, konnten Sie noch nicht einmal den Intubationschlauch reinstecken.

Starten und Landen bekommt seitdem von mir eine besondere Aufmerksamkeit.


Geändert von ALL-BLACK (08.04.2021 um 10:02 Uhr)
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Alt 08.04.2021, 11:59   #51
sixty6
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Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
"Öfter mal das Hirn benutzen." Das finde ich beleidigend, Sixty6.
Hi Wilfried @ all - nein, das war null beleidigend, Ihr lest halt wie so oft nicht aufmerksam, denn ich schrieb Folgendes:

"Öfter mal das Hirn benutzen!!! - Da schließe ich mich gerne mit ein."

und nicht wie man mich nur auschnittsweise und somit sinnverzerrend zitiert hat:

"Öfter mal das Hirn benutzen!!! "

Kleiner aber alles entscheidender Unterschied!



@ All-Black - soviel zu meiner "Schwäche"...
Was das Schuhetragen am Kitebeach betrifft - nur 1 % der Leute haben da Schuhe an. Richtig, aber deswegen müssen die anderen 99% nicht schlauer sein, sie wissen eben nicht, dass es dort protugiesische Galleeren gibt. Das sagt einem nämlich keiner da. Wenn man das weiß und sich umschaut, sieht man da jeden Tage mehrere. An anderen Stränden auf CaboV habe ich übrigens täglich sogar tausende! angespült am Strand gesehen. Eher zehntausende! Ohne Schuhe fahre ich dort nicht mehr, auch wenn ich das früher jahrelang aus Unwissenheit gemacht hatte.


Geändert von sixty6 (08.04.2021 um 12:29 Uhr)
sixty6 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2021, 18:12   #52
kitesven
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Zitat:
Zitat von sixty6 Beitrag anzeigen
"Öfter mal das Hirn benutzen!!! - Da schließe ich mich gerne mit ein."
nur weil du dich bei den "deppen" ausdrücklich mit einschließt, hast du die anderen immer noch "depp" genannt
egal, zurück zum thema.
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2021, 23:46   #53
sixty6
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Zitat:
Zitat von kitesven Beitrag anzeigen
nur weil du dich bei den "deppen" ausdrücklich mit einschließt, hast du die anderen immer noch "depp" genannt
egal, zurück zum thema.
… nee - von "Deppen" war nie die Rede - sondern dass wir alle immer mal wieder unser Hirn einschalten sollten, mich eingeschlossen.


Geändert von sixty6 (09.04.2021 um 02:49 Uhr)
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Alt 09.04.2021, 00:07   #54
wilfried-o-e
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Jou, zurück zum Thema.

Hier noch ne nette Geschichte:
Vor ein paar Jahren fiel mir auf Rhodes ein Kiter auf, der nur zum Strand fuhr, und - an der Wasserkante auf dem Brett stehend - von seiner Freundin ne Flasche Wasser kriegte, einen ordentlichen Schluck nahm, auf die Uhr sah u. wieder losfuhr.

Auf Nachfragen erfuhr ich, dass er an dem Tag versuchte, den eigenen Streckenrekord zu knacken und 100 km am Stück zu fahren. Alle Achtung, der Typ war auch echt durchtrainiert.

Das war nur das Intro, wie ich an so ne Uhr kam. Ich hab sie mir am nächsten Tag ausgeliehen um zu sehen wie schnell man denn so fährt. Genauer gesagt wie schnell ICH bin.

Zuhause hab ich mir dann das Teil zugelegt (ne Polar 400). Ich bin inzwischen 66 geworden u. nicht so fit wie der Kiter aus Griechenland, mein maximaler Streckenrekord betrug 63 km an einem Kitetag (incl. Pausen), da fährt man schon ne Weile dran und ist auch hinterher echt kaputt. Wenigstens ich.

Aber die Geschwindigkeit war mir wichtiger. Wann bin ich wie schnell, was geht maximal?
20-25 km/h sind so das untere eher langsame Fahren, 30-35, wenn es kabbelig ist, ist schon ganz ordentlich. 40 Sachen gehen nur bei glattem Wasser, aber dann hab ich schon ein echtes Gefühl von Speed.

Und danach geht es nur noch langsam nach oben. Und der Unterschied von 40 auf z.B. 44 Sachen ist gefühlt viel mehr als der von 20 auf 30.

Und dann ist Schluss. An einem Tag kam ich nicht über 44, ne Woche später mit x Versuchen bei absolut glattem Wasser und leichtem Raumschotkurs 46, die Woche drauf konnte ich das nicht mehr wiederholen. Muskeln anspannen, die Schlaufen möglichst eng einstellen, mit aufgebogenen Zehen noch mehr festkrallen, auf Höhe verzichten und im Raumschot alles angespannt halten, - das hatte ich irgendwann für mich rausgekriegt. Die Grenze war immer wieder das Gefühl, dass ich die Kontrolle über's Brett verliere. 47 war inzwischen mein Topergebnis.

Ihr ahnt mein Ziel: Die 50 knacken!
Es hat wieder ne Woche gebraucht, guter Wind, glattes Wasser, Raumschot, zwischendurch auch auf die Uhr gesehen , 48 Sachen, weiter alles gehalten und dann schaukelte das Brett einmal auf oder verlor irgendwie die Spur, Schleudersturz, beim Aufprall "Sterne gesehen", sonst alles heil, Blick auf die Uhr: 50,9 km/h!
Happy, Glücksgefühle, auch Stolz oder so was ähnlichers.

Und ordentlich Schmerzen links u. rechts auf beiden Seiten der Rippen. Als ich mich auf's Maul gepackt habe und die Geschwindigkeit auf wenigen Metern von 50 auf Null gebracht habe, haben beim Aufprall die Rippen vom Hüfttrapez schlagartig einen abgekriegt.

Danach war ich im Sommerurlaub. Beim Lachen tat's etwas weh, beim auf der Seite liegen ordentlich, links u. rechts , nach 2 Wochen war's aber wieder okay.

Gelernt? Och, eigentlich nix, hat Spass gemacht. Aber es braucht die richtigen Bedingungen, sonst kann man es vergessen. Und was erzwingen, was an dem Tag nicht geht, das ist nicht klug. Und: High-Speed wie wir es von den Profis kennen, hat meinen vollen Respekt. Und ist schon risikoreich.

Nachspiel: Meinem Freund Freddy hatte ich die ganze Geschichte schon ausführlich erzählt. Als ich ihn am Salzhaff traf meinte er: "Gib mal her das Teil", schnallte sich die Uhr um, gab Gas (auch Raumschot u ganz glattes Wasser), kam wieder: "54 km/h auf der Uhr!" Wir mussten beide echt lachen! Alte Scheiße, Freddy, das kann nur an deinem schmalen Brett liegen.


Geändert von wilfried-o-e (09.04.2021 um 15:21 Uhr)
wilfried-o-e ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2021, 00:14   #55
kitesven
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Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
das kann nur an deinem schmalen Brett liegen.
der (meines wissens nach schnellste deutsche) Tilmann Heinig fährt sowas:




Tilmann Heinig ist Speed-Kiter – der wohl einzige in Deutschland. Er hat die 50-Knoten-Marke mit einem selbst gebauten Board geknackt. Und er hält einen Weltrekord über die nautische Meile, der von offizieller Seite jedoch nie anerkannt wurde.
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Alt 09.04.2021, 00:33   #56
wilfried-o-e
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Ich weiß. Er ist echt ein Freak. Schade, dass er nicht mehr hier im Forum ist. Seine Beiträge hab' ich oft gelesen.

Ich glaube auch, dass der Schlüssel für echt mehr Speed in jedem Fall die Breite ist. Unter anderem. Mein Anton-Board mit dem ich gefahren bin misst 141 x 42,5. Das ist viel zu breit, logo. Aber Spaß hat der ganze Zirkus gemacht, die 50 Sachen zu knacken.
wilfried-o-e ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2021, 11:07   #57
Smeagle
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Zitat:
Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
Ich glaube auch, dass der Schlüssel für echt mehr Speed in jedem Fall die Breite ist. Unter anderem. Mein Anton-Board mit dem ich gefahren bin misst 141 x 42,5. Das ist viel zu breit, logo. Aber Spaß hat der ganze Zirkus gemacht, die 50 Sachen zu knacken.
Glaub ich nicht, dass es NUR die Breite ist Ich habe die 50km/h bisher nur mit der Door geknackt (170x50). Die hat aber eine Mittelfinne, man kann sie komplett flach gelegt fahren. Mit dem Kleinen Board (139x42) komme ich selten über 40, hängt aber auch damit zusammen, dass es bei stärkerem Wind mehr Wellen gibt.
Smeagle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2021, 15:15   #58
wilfried-o-e
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Ist ja interessant Smeagle. Ich hätte geraten, dass ne Door bestimmt nicht so hoch rauszufahren ist und dein kleineres Brett schneller wäre.

Vom Fach bin ich nicht, ich fahr halt nur. Dabei war es mein Gefühl, dass die Breite meines Boards mir die Grenze aufzeigt und dass dann schmaler = schneller bedeuten würde.

Ich hab's auch öfter mit nem Frühgleit-Directional probiert, F-One Fish 5.10 mit einer Breite von 54 cm, was ja für ein Waveboard mehr als viel ist. Wenn die Wasseroberfläche richtig flach ist, zeigt meine Uhr 46 km/h als Max an. Das hab ich einige male so hingekriegt, an unterschiedlichen Tagen. (Dabei geht mir auch schon irgendwie der Stift. )

Diesen Topspeed konnte ich nicht einmal auch nur einen km/h höher schrauben. Vielleicht haben Bretter ne Art Maximalgeschwindigkeit, ich weiß es nicht.
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Alt 09.04.2021, 15:18   #59
sundevit
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So, back on topic, wo war ich stehengeblieben?

Ach ja, Fußverletzung paar Tage vor Abflug in den Süden zum DIY-Kitenlernen, endlich!

Damals war in Lo Stagnone noch nicht ansatzweise so viel los, wie heute, es gab nur die eine Station, der Rest war fest in der Hand der Landwirtschaft - wie sich noch deutlich zeigen sollte.

Tag 1: Sturm, Regen. Also Landpartie mit dem Panda gemacht.

Tag 2: 100% Flaute. Also Landpartie mit dem Panda gemacht.

Tag 3: Endlich Wind, 9er Rebel aufgebaut und Boardstartversuche, frei nach W.I.Uljanow: "Lernen, lernen und nochmals lernen!" Leider durch die Fußverletzung immer nur ein paar Meter in die eine Richtung, die ich überhaupt noch nicht konnte, die andere tat einfach zu sehr weh. Nach ca. 1h finde ich mich weit, weit abgetrieben mitten in den Salinen wieder. Der Grund ist fast bis zur Hüfte nur noch Salz-Schleim, an Land fuchteln einige Einheimische wütend mit den Armen. Bloß raus hier - aber wie? Irgendwie schaffe ich es, in die Nähe des Ufers. Aber WTF??? Auf der "Wiese" sind lauter Weinstöcke und eine Schafherde, welche mit einer Art Bambuszaun mit schräg angespitzten Stäben Richtung Weide und Richtung Wasser umgeben ist, wie bei einer mittelalterlichen Burg der Burggraben geschützt wird. Wie soll ich hier landen? An Land geht nicht: Weinstöcke, Schafe. Die wütenden Einheimischen kommen näher....!
Also in der Salzlake. Bar aufwickeln, Kite irgendwie zusammenpacken, Board greifen - und durch die Abwehrreihe an Land kommen, ohne etwas zu beschädigen. Mit blutenden Händen und an den Beinen aufgeschnittenem Neo - aber heilem Kite schaffe ich es zwischen den Schafen hindurch (wieso schmeissen Italiener eigentlich ausgediente Hausgeräte auf ihre Felder?!) und jetzt heisst es bei 30°C im Neo mit einem salzlakenglitschigen Kitepaket und überdimensioniertem North Gonzales die Beine in die Hand nehmen. Nach nur 1h Gewaltmarsch komme ich fix und fertig an - der Tag ist erledigt.

Tag 4 & 5: Flaute

Tag 6: Es ist so la-la-Wind, egal es ist der letzte Tag vor der Abreise und aus Fisch soll endlich Vogel werden!
Also am Vormittag 14er Rebel aufgebaut - und üben, üben, üben - und tatsächlich schaffe ich es, in beide Richtungen zu starten und zu fahren. Das Salinendreckwasser muß ich zwischendurch erbrechen, egal. Der sauschwere Kite will bei jeder Wende vom Wasser aus neu gestartet werden und ziiiiieht dabei, ohne willig aufzusteigen. Ich muss ständig in die Vorleinen greifen, mit bluten beide Hände, egal! Ich kann fliiiiegen! Endlich!!!
Plötzlich tippt mich jemand von hinten an:
"Komm runter! Du bis vollkommen fertig, wir sind die letzten hier."
"Niemals! Ich bin noch topfit...!"
"Jaja, das kennen wir alle, komm jetzt!"

Was soll ich sagen? Ich WAR so fertig, dass ich nicht mal mehr den Kite abbauen konnte, als ich an Land war. Ich bin mit letzter Kraft aus dem Neo unter die Dusche und ins Bett gekommen. Vollkommen im Ars** - aber GLÜCKLICH!

PS: Falls der Michi Hanatschek vom Hangloose in Wien das hier liest - ich bin ihm bis heute dankbar, dass er mich noch lebend vom Wasser geholt hat.
sundevit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2021, 16:01   #60
kitesven
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Zitat:
Zitat von sundevit Beitrag anzeigen
Kitenlernen, endlich!
uff danke fürs teilen
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2021, 16:14   #61
Don_Alvino
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Zitat:
Zitat von sundevit Beitrag anzeigen
So, back on topic, wo war ich stehengeblieben?

Was soll ich sagen? Ich WAR so fertig, dass ich nicht mal mehr den Kite abbauen konnte, als ich an Land war. Ich bin mit letzter Kraft aus dem Neo unter die Dusche und ins Bett gekommen. Vollkommen im Ars** - aber GLÜCKLICH!
Echt geile Story! Es ist echt unglaublich, was man alles auf sich nimmt, weil man endlich aufs Wasser kommen will. Das kann wohl jeder hier nachvollziehen!!

Mir fällt auch noch was ein. Fehmarn, Gold, endlich kann ich fahren und (meistens bis manchmal) auch Höhe halten. Was ein geiles Gefühl. Und weil mein Kollege ne Kamera dabei hat, will ich das natürlich auch ordentlich fotografieren lassen. Er wartet also am Strand auf mich, ich nehm seinen Naish Fly und komme von rechts auf ihn zu. Ich merke schon, dass ich immer mehr an Höhe verliere, aber ich will unbedingt megalässig an ihm vorbeicruisen fürs Foto. Wird also schon passen, denke ich.
Es passt natürlich nicht. Das Brett saugt sich am Schlick fest, ich raus aus den Schlaufen und noch ein paar Schritte über Land. Als Anfänger, der ich zu diesem Zeitpunkt noch war, mach ich natürlich alles falsch. Reflexartig zieh ich an der Bar und schlage gleichzeitig voll in eine Richtung ein. Der erste Loop bringt mich Hoch auf den Deich, der zweite dann in den Bach dahinter. Dann erst löse ich aus.
Mein erster Gedanke: "Fuck, hoffentlich hab ich den Kite nicht kaputt gemacht." Mein zweiter Gedanke: "Wieso verlegen die hier Stacheldraht?" Ich hatte Glück, dass ich an ner Stelle ohne den Draht runtergekommen bin. Das Feld dahinter war schon in Teilen abgeerntet, der Weg dorthin war ohne Schuhe recht schmerzhaft. Wie durch ein Wunder ist dem Kite nix passiert, ich hatte nur an paar offene Stellen in der Fußsohle, sonst ging's.
Ach ja, ein Foto gab's dann tatsächlich doch noch.
Hang loose
Don Alvino
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Don_Alvino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2021, 22:02   #62
Smeagle
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Beiträge: 3.100
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Zitat von wilfried-o-e Beitrag anzeigen
Ist ja interessant Smeagle. Ich hätte geraten, dass ne Door bestimmt nicht so hoch rauszufahren ist und dein kleineres Brett schneller wäre.
Ich hatte das auch erwartet, ja. Aber wie gesagt, ist keine normale Door, FlyDoor XL mit großer Mittelfinne, Board komplett flachlegen und auf der Finne Fahren + glattes Wasser führt zu mehr Speed.
Smeagle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2021, 23:34   #63
wilfried-o-e
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Registriert seit: 01/2007
Beiträge: 163
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Zitat:
Zitat von Smeagle Beitrag anzeigen
... FlyDoor XL mit großer Mittelfinne, Board komplett flachlegen und auf der Finne Fahren + glattes Wasser führt zu mehr Speed.
Das erinnert mich an die superbreiten Raceboards beim Windsurfen, die hatten eine (maximale) Breite von 100 cm und eine Finnenlänge von 70 cm. Da galt als Regel für hohes Tempo: Brett ganz flach fahren, nie über die luvseitige Kante, eher noch mit Gefühl leicht auf die Leeseite gehen und das Board auf der Luvseite minimal hochkommen lassen und plan und über die Finne fahren.
wilfried-o-e ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2021, 10:16   #64
sundevit
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Zitat von kitesven Beitrag anzeigen
uff danke fürs teilen
Sehr gern. Als später dieser Werbefilm kam, habe ich mich gleich wiedererkannt:

https://www.youtube.com/watch?v=Ezbf9_crric

sundevit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2021, 12:46   #65
mabuse
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Beiträge: 168
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Dann will ich meine Geschichte auch einmal hinzufügen. Sie gehört auch in die Kategorie "wie ich als Anfänger mit meinem Leben spielte".
Ich hatte gerade meinen Einsteigerkurs hinter mir und etwas Üben am IJsselmeer. Wasserstart und Höhe halten hat gerade so geklappt. Dann ging es zum ersten Mal mit eigenem Material ans Mittelmeer. Wir waren in St. Marie de la Mère. Meine erste Session.
Und da habe ich so alles gemacht, was man nicht tun sollte. Der Wind war voll auflandig. Es kamen ca. 1,5m Brecher rein. In Lee war zwar ein großer Sandstrand, aber mit einer Reihe fieser Holzpflöcke, die so 20cm aus dem Sand schauten.
Dazu habe ich noch eine Rollleash verwendet, weil ich panische Angst hatte, das Board zu verlieren.
Also, nagelneuen 13er aufgebaut. Als er oben war, dachte ich, hm, der Wind ist vielleicht doch etwas zu stark für den Schirm. Aber scheißegal, ich habe jetzt keine Lust mehr umzubauen, ich will endlich auf's Wasser. Also Rollleash festgemacht und rein. Gleich die erste Welle hat mich baden geschick. Ich dachte, das kriege ich noch hin. Und dann kam es, wie es kommen musste: eine weitere Welle hat mich komplett verspult. Ehe ich mich versehen habe, hat es mich über den Strand gezogen in Richtung der Holzpflöcke. Es ging alles so schnell, dass ich nicht mehr weiß, was genau passiert ist.
Irgendwann habe ich es dann geschafft nach ca. 50m über den Strand schleifen, den Kite hinter einer kleinen Düne runter zu kriegen. Meine Frau ist dann hingerannt und hat ihn gesichert.
Die Bestandsaufnahme ergab dann:
- Rollleash gerissen (zum Glück)
- Eine Fußschlaufe am Board gerissen.
- Kite noch heile aber
- eine tiefe Wunde an der Hand, die genäht werden musste

Insgesamt aber noch Glück im Unglück gehabt. Ich konnte sogar noch weiter kiten in dem Urlaub: die Wunde war "dicht", für 's Board habe eine neue Schlaufe besorgt, die Leash habe ich weggeworfen.

Was habe ich falsch gemacht?
1. Zu großer Schirm. Vor allem als Anfänger tödlich
2. 100% auflandiger Wind zusammen mit den Wellen ein Nogo für Anfänger. Hatten wir auch so gelernt im Kurs
3. Hindernisse in Lee hätten mich noch vorsichtiger machen müssen. Ein weiteres Nogo, bei meinem Können und den Bedingungen zu starten.
4. Zu lange gewartet mit dem Auslösen. Als ich gemerkt habe, dass ich keine Kontrolle mehr hatte, hätte ich nicht hoffen dürfen, dass ich es noch irgendwie hinbekomme. Vor allem bei meinem Könnenstand und den sonstigen Randbedingungen.
5. Leash: die ist zwar zum Glück gerissen und hat nicht wirklich zu meiner Verletzung beigetragen, das hätte aber auch anders ausgehen können.


Geändert von mabuse (10.04.2021 um 12:51 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert
mabuse ist offline   Mit Zitat antworten




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